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19. September 2017 | 19:10 Uhr

"Wie eine heiße Kartoffel weitergereicht"

vom

svz.de von
erstellt am 08.Mär.2011 | 07:17 Uhr

Berlin | Mit Gerd Billen, Vorsitzender der Bundesverbraucherzentrale, sprach Christoph Slangen.

Wird für Verbraucher die Lage nun übersichtlicher?

Billen: Nein. Aus Verbrauchersicht ist der Gipfel ausgegangen wie das Hornberger Schießen. Wir haben darauf gedrängt, dass es eine schriftliche erweiterte Garantie der Hersteller gegenüber ihren Kunden gibt. Dann hätte für jeden Autobesitzer Klarheit und Rechtssicherheit geherrscht. Das Verkehrsministerium wäre dazu bereit gewesen.

Der Vorschlag ist daran gescheitert, dass die versammelten Industrievertreter keine Zusage über die Übernahme der Kosten gemachten haben. Da ging es um einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag.

Lag es wirklich am Geld?

Das Scheitern zeigt, wie gering das Interesse an Haftungsübernahme ist. Die Frage, wer haftet, ist wie eine heiße Kartoffel weiter gegeben worden. Ich kann es keinem Verbraucher verdenken, wenn er um E10 weiter einen Bogen macht. Wir benötigen Rechtssicherheit.

An den Tankstellen sollen nun Listen ausliegen, wer E 10 tanken kann. Reicht das zur Information?

Die Betreiber haben deutlich darauf hingewiesen, dass sie nicht beraten werden, weil sie nicht die Haftung übernehmen wollen.

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