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Wie die Vornamen unser Leben beeinflussen können

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erstellt am 09.Mär.2012 | 07:28 Uhr

Vornamen beeinflussen zwischenmenschliche Beziehungen, sagt Jochen Gebauer, Psychologe an der Berliner Humboldt-Universität. Eine Auswahl wissenschaftlicher Erkenntnisse:

Erfolgschancen: Namensforscher gehen davon aus, dass Vornamen Effekte haben. Auf Partnerschaftsbörsen im Internet klicken Frauen z.B. Alexander um 102 Prozent häufiger an als Kevin. Mit Alexander assoziieren sie Bildung, mit Kevin wenig Sozialprestige.

Herkunft: In Deutschland werden Vornamen oft nach sozialer Schicht vergeben. Das Bildungsbürgertum bevorzugt klassische Varianten, die in Religion, Geschichte, Literatur oder dem eigenen Stammbaum eine Rolle spielen. Sozial schwache Familien orientieren sich gern an TV-Shows und benennen Kinder nach Film-Helden.

Lehrer: Studien belegen, dass sich Pädagogen nicht von Namensklischees frei machen können. Sie schrieben Mädchen mit Namen Charlotte intuitiv positivere Eigenschaften zu als einer Chantal.

Kennenlernen: Bei der ersten Begegnung spielen Aussehen und Stimme eine große Rolle. Die erste Information, die wir über einen Menschen erhalten, ist aber oft sein Name. Populäre Vornamen werden dabei häufig positiv wahrgenommen, weil sie ein Gefühl der Vertrautheit vermitteln. Mit dubiosen Vornamen wie Laperla oder Pepsi-Carola verbinden viele unwillkürlich auch einen dubiosen Typ.

Trends: In den 60ern riet ein Baby-Buch: Nennen Sie ihr Kind nicht Elke, wenn Sie nicht wollen, dass der ganze Kindergarten angerannt kommt. Ein ausgefallener Name kann einem Kind das Leben schwer machen - aber auch eine zukunftsweisende Idee sein. Wer vor 40 Jahren Friederike getauft wurde, hatte es nicht leicht. Heute gilt der Name als schick. Psychologen raten zu zeitlosen Vornamen.

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