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16. Dezember 2017 | 04:38 Uhr

Hintergrund : WG, Wohnwürfel oder Hotel Mama

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Bezahlbarer Wohnraum für Studenten ist in vielen Städten knapp

Immer mehr Jugendliche beginnen in Deutschland ein Studium – mehr studentische Wohnungen gibt es jedoch nicht: Während die Zahl der Studienanfänger seit 2007 um 50 Prozent anstieg, gab es nach Angaben des Deutschen Studentenwerks lediglich vier Prozent mehr staatlich geförderte Wohnheimplätze. Doch es gibt Alternativen:


Das klassische Wohnheim


Nur zehn Prozent der Studenten wohnen laut Studentenwerk in Wohnheimen. Doch immer mehr Studierende suchen dort einen Platz: In München verlost das Studentenwerk schon seit Jahren Plätze im Studentenwohnheim, da sich einfach zu viele für die günstigen Wohnungen bewerben. Rund 25 000 Wohnheimplätze werden im Wintersemester 2015/16 in Deutschland fehlen, so eine Berechnung des Studentenwerks.


Die WG


Studenten wohnen am liebsten in einer WG? Von wegen! Der Trend geht vielmehr zu den eigenen vier Wänden. „Wohngemeinschaften sind nicht mehr so attraktiv“, sagt der Jugendforscher Klaus Hurrelmann. Einer der Gründe: Studenten wollen auch in der Wohnung ihr eigener Chef sein.


Hotel Mama


20 Prozent der Studierenden wohnen noch immer bei den Eltern, schätzt das Deutsche Studentenwerk – deutlich mehr als vor 30 Jahren. Grund für die steigende Beliebtheit des „Hotel Mama“ sind die immer besseren Beziehungen zwischen Eltern und Kindern: Wenn die Kinder auch als Studenten noch zu Hause wohnen, habe das für beide Seiten Vorteile, findet Jugendforscher Hurrelmann.


Die Luxus-Unterkunft


400 Euro und mehr kostet die Luxus-Variante des Studentenwohnheims. Doch auch hier orientieren sich die Preise an den lokalen Mieten: Bei Campus Viva, die gerade ein Luxus-Wohnheim in Berlin eröffnet haben, müssen Studenten für 20 Quadratmeter mit rund 370 Euro rechnen, in München mit 450 Euro.


Der Wohnwürfel


Seit 2005 gibt es die kleinen Wohnwürfel in der Münchner Studentenstadt. Auf nur 6,8 Quadratmetern bieten diese Mini-Wohnungen alles, was der Student zum Leben braucht. Nur 150 Euro müssen Studenten im Monat zahlen.

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