Werben um zusätzliche Ausbildungsplätze

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26. Mai 2008, 02:48 Uhr

Schwerin - Mecklenburg-Vorpommerns Unternehmen werden zunehmend mit sinkenden Schülerzahlen und Fachkräftemangel konfrontiert. Der Chef der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit, Jürgen Goecke, forderte am Montag anlässlich des „Tages des Ausbildungsplatzes“ die Firmen auf, zusätzliche Ausbildungsplätze zur Verfügung zu stellen.

Der Anstieg der gemeldeten Lehrstellen um 12,5 Prozent auf 10 358 im Vorjahresvergleich reiche nicht aus, sagte er in Schwerin. Goecke verwies zudem darauf, dass die Zahl der Bewerber gleichzeitig um knapp 26 Prozent auf 12 246 gefallen sei. Im Land würde jeder Ausbildungsplatz benötigt, um vor allem jungen Menschen mit guter Schulbildung eine berufliche Perspektive im Nordosten zu eröffnen. Nach Angaben des Schweriner Wirtschaftsministeriums pendelt bereits jeder achte Auszubildende aus Mecklenburg-Vorpommern in ein anderes Bundesland.

Wirtschaftsstaatssekretär Rüdiger Möller forderte die Unternehmen in diesem Zusammenhang auf, jetzt auszubilden. Damit könnten sie Fachkräfte für morgen sichern und an sich binden, betonte er.

Goecke appellierte an die Betriebe, auch Schülern mit weniger guten Zeugnissen Möglichkeiten zu geben, Motivation und Leistungsbereitschaft unter Beweis zu stellen. Er erinnerte an ausbildungsbegleitende Hilfen, wie etwa zusätzlicher Deutsch- und Mathematikunterricht, die für diese Zielgruppe genutzt werden könnten.

Vor dem Hintergrund dramatisch sinkender Schülerzahlen hatte die Bundesagentur für Arbeit im Januar in Mecklenburg-Vorpommern eine landesweite Werbekampagne um zusätzliche Ausbildungsplätze gestartet. Zu Jahresbeginn wurden insgesamt 8000 Unternehmen angeschrieben, um weitere Lehrstellen einzuwerben und Mithilfe bei der Bewerberauswahl anzubieten.

Wegen des doppelten Abiturjahrgangs wird es in diesem Jahr laut Wirtschaftsministerium knapp 22 000 Schulabgänger geben. 2010 würden es nur noch rund 10 500 sein.

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