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23. Oktober 2017 | 00:54 Uhr

Kommentar des Autors : Wer soll das bezahlen?

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

von
erstellt am 13.Jul.2016 | 20:06 Uhr

Ursula von der Leyen prescht vor – einmal mehr. Die Bundeswehr von morgen soll alles können, quasi eine eierlegende Wollmilchsau sein. Kriseneinsätze in Mali und am Hindukusch, Anti-Terror-Unterstützung für die Polizei, Speerspitze für eine Europaarmee, Eckpfeiler der Nato, Deutschlands attraktivster Arbeitgeber und das auch noch Multikulti und mit hohem Frauenanteil. Ach ja. Und natürlich mit mehr Personal und modernster Ausrüstung. Das neue Weißbuch der Bundesregierung zeichnet ein Bild von der künftigen Truppe, das nichts zu wünschen übrig lässt. Die Armee der Zukunft soll beides leisten:  mehr internationale Einsätze in den Krisengebieten, aber auch eine verstärkte Landes- und Bündnisverteidigung.

Natürlich muss Deutschland seiner Verantwortung gerecht werden und seinen Bündnisverpflichtungen nachkommen. Sicher hat sich die Welt verändert. Doch muss die Bundesregierung auf ihrem Weg zu einem festen Sitz im UN-Sicherheitsrat wirklich so vorauseilen, den Finger immer öfter heben, wenn es darum geht, Führung zu übernehmen? Etwas weniger Ehrgeiz und Tempo stünde von der Leyen & Co. gut zu Gesichte. Nicht zuletzt: Die ambitionierten Pläne für die Bundeswehr müssten auch finanziert werden und das nicht zu knapp. Wie dies gelingen soll, bleibt vorerst ein Rätsel.
 

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