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19. Oktober 2017 | 07:43 Uhr

Wenn plötzlich der Posten weg ist

vom

svz.de von
erstellt am 24.Sep.2013 | 07:05 Uhr

In der Arbeitslosenstatistik wird sich der Wahlausgang kaum auswirken. Der Verlust von mehreren hundert Arbeitsplätzen und die familiären Folgen verdienen dennoch Mitgefühl. Als Finanzminister Schäuble gefragt wurde, ob er sich mit 71 Jahren nicht in den Ruhestand verabschieden wolle, da führte er ein überzeugendes Argument gegen den Rückzug an: Nach über 40 Ehejahren werde seine Frau bestimmt nicht begeistert sein, ihn jeden Tag im Haus zu haben.

Er hätte auch sagen können, ein Raucher oder anderer Drogenabhängiger leide ebenfalls unter Entzug, wenn er von einem Tag auf den anderen "clean" werde muss. Genau das aber passiert mit der FDP einer ganzen Fraktion, einschließlich Scharen von Mitarbeitern. Und auch in den anderen Parteien gehen teils freiwillig, teils ungewollt, reichlich Posten verloren. Begleitete gerade noch ein Fernsehteam den ungemein wichtigen Politiker X an einem mit Terminen überfüllten Arbeitstag, kann nun in der Serie "Schicksale unter deutschen Dächern" gezeigt werden, wie der Ex-Prominente die Gartenbeete harkt und gar leere Flaschen zum Glascontainer trägt.

Aber es gibt auch erfreuliche Ausnahmen. Dazu gehört der Augsburger CSU-Abgeordnete Christian Ruck, bisher für Umweltschutz und Reaktorsicherheit zuständig. Der 58-Jährige hat nach Querelen mit der eigenen Partei auf eine Wiederwahl verzichtet, zieht sich aber nicht grollend in den Ruhestand zurück, sondern bricht mit seiner Familie zu neuen Ufern nach Afrika auf. Dort will er sich für den Schutz von Elefanten und Gorillas einsetzen. 20 Jahre Bundestag sieht er als gute Lehrzeit.

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