Weniger Rostlauben unterwegs

Die Autos in Schwerin sind verkehrssicherer geworden. Fotos: Klawitter
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Die Autos in Schwerin sind verkehrssicherer geworden. Fotos: Klawitter

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07. Februar 2008, 06:41 Uhr

Lankow - Der Gesamtzustand der Autos in Schwerin hat sich verbessert. Das belegt der neue Prüfbericht des TÜV. Erstmals konnte mehr als der Hälfte aller Fahrzeuge absolute Mängelfreiheit bescheinigt werden. Und auch die Zahl von Pkw mit erheblichen Funktionsmängeln ist deutlich zurückgegangen und beträgt jetzt nur noch 17 Prozent.


Die Zahl der Rostlauben und Schrottkisten auf den Straßen der Landeshauptstadt hat sich im vergangenen Jahr um fast drei Prozent verringert. „Der Anteil der Fahrzeuge mit erheblichen Mängeln ist auf 17 Prozent gesunken. Das ist der beste Wert seit Jahren“, sagte Klaus Jürgensen vom TÜV Nord bei der Vorlage der aktuellen Prüfstatistik. Ebenso erfreulich sei die Entwicklung im Bereich der Autos ohne Mängel: „Beachtliche 53,2 Prozent fuhren im Top-Zustand zur TÜV-Station. Ihnen wurde absolute Mängelfreiheit attestiert. Das ist ein ausgezeichnetes Ergebnis“, so Jürgensen. Damit liege Schwerin mit seinen knapp 50 000 zugelassenen Fahrzeugen – gut 40 000 davon sind Pkw – voll im Landestrend.

Trendwende eingeleitet?

Den Leiter der TÜV-Station Schwerin freut das: „Die hohe Mängelquote in den vergangenen Jahren hat uns Sorgen bereitet“, sagt Dirk Hubeny. „Wir hoffen, dass nun die Trendwende eingeleitet ist und sich die Autofahrer besser um den verkehrssicheren Zustand ihres Fahrzeugs kümmern. Und dazu gehört neben Wartung und Pflege gegebenenfalls auch die fachgerechte Reparatur.“

Sparen an der falschen Stelle
Dass gerade daran oft – und somit am falschen Ende – gespart wird, davon kann TÜV-Regionalleiter Frank Bigge ein Lied singen: „Wir haben hier gelegentlich Autos, bei denen beispielsweise der Auspuff schon dermaßen durchgerostet ist, dass das dem Besitzer eigentlich schon vor Monaten durch die überlauten Geräusche hätte auffallen müssen.“ Andere Beispiele seien völlig verstopfte Luft- oder Ölfilter, die die Abgaswerte negativ beeinflussen. Glücklicherweise sei aber die Zahl der wirklich verkehrsuntüchtigen Autos sehr gering. Sie liege weit unter einem Prozent.

Beleuchtungsanlage führt vor Bremsen und Achsen
In der Schweriner Mängelstatistik liegt indes nicht der Auspuff an erster Stelle, sondern die Beleuchtungsanlage, gefolgt von Beanstandungen der Bremsen, Achsen, Reifen und Rädern. Den Mängelschwerpunkt habe auch die Fahrzeugindustrie erkannt und arbeite an der Vereinfachung des Leuchtmittelwechsels, berichtet Klaus Jürgensen vom TÜV Nord.

Vorbereitung in Fachwerkstätten ratsam

Während defekte Glühbirnen von einigen Autofahrern noch selbst gewechselt werden können und ansonsten in den meisten Werkstätten innerhalb der Herbstaktion „Lichttest“ sogar kostenlos gewechselt werden – nur die Materialkosten werden berechnet, sollten bei anderen Reparaturen und Wartungsarbeiten doch lieber Fachwerkstätten aufgesucht werden, rät Bigge: „Die technischen Entwicklungen in der Fahrzeugindustrie sind rasant vorangeschritten. Selbst talentierte Schrauber, die früher ihren Trabbi noch komplett auseinander nehmen und wieder zusammenbauen konnten, sind heute kaum noch in der Lage, selbst einfache Wartungsarbeiten wie Ölfilterwechsel allein zu Hause durchzuführen. Wir raten deshalb dringend zum Werkstattbesuch.“ Wenigstens einmal
im Jahr sollte ein Auto in die Werkstatt beziehungsweise zum TÜV, meint der Fachmann.

Regelmäßige Wartung mache sich bezahlt, versichert Bigge. „Wir können ganz genau sehen, welches Auto fachmännisch gepflegt ist. Dies sind fast ausnahmslos die Fahrzeuge, denen wir absolute Mängelfreiheit attestieren können“, erläutert der Prüf-Ingenieur. Der TÜV im Autodreieck Lankow bietet preiswert Checks für Bremsen, Reifen, Stoßdämpfer, Beleuchtung und andere Fahrzeugkomponenten an. Erhältlich sind dort auch die neuen Umwelt-Plaketten.

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