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12. Dezember 2017 | 03:46 Uhr

Weniger Arbeitslose im April

vom

svz.de von
erstellt am 28.Apr.2011 | 10:04 Uhr

Mecklenburg-Vorpommern

Die Zahl der Arbeitslosen ist in Mecklenburg-Vorpommern im April erwartungsgemäß gesunken. 113 800 Menschen suchten einen Job, 9300 weniger als im März, wie die Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit in Kiel am Donnerstag mitteilte. Agenturchef Chef Jürgen Goecke führte dies auf die positive konjunkturelle Entwicklung und das gute Wetter zurück.
Die Erwerbslosenquote sank auf 13,2 Prozent, im März waren es noch 14,3 Prozent. Im Bundesvergleich liegt das Land auf dem vorletzten Platz vor Berlin, das eine Quote von 13,9 Prozent hat.

Im Vergleich zum April des Vorjahres gab es im Nordosten 2900 oder 2,5 Prozent weniger Arbeitslose. Und das, obwohl seitdem die Zahl der Arbeitsgelegenheiten um 7500 sank, wie Goecke sagte. Grund sei die Kürzung der Mittel für die Arbeitsmarktpolitik um ein Drittel. Die Ein-Euro-Jobber tauchen in der Arbeitslosenstatistik nicht auf.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften steigt laut Goecke. Seit Jahresbeginn seien Jobcentern und Arbeitsagenturen 15 500 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet worden, 21,7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Er schätze, dass zwei Drittel davon Vollzeitstellen seien. Mitarbeiter würden vor allem in den Bereichen Soziales und Gesundheit, im Baugewerbe und bei wirtschaftlichen Dienstleistungen gesucht. „Die Krise am Arbeitsmarkt ist überwunden“, sagte Goecke. Er zeigte sich überzeugt, das die positive Konjunktur auch weiterhin die Arbeitskräftenachfrage ankurbeln werde.

Vom saisonalen Aufschwung profitieren laut Regionaldirektion vor allem Männer, die verstärkt im Baugewerbe und in grünen Berufen eingestellt wurden. Auch bei jungen Menschen unter 25 Jahren sei die Arbeitslosigkeit überdurchschnittlich - um 5,8 Prozent - gesunken.

Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) nannte die neuen Zahlen sehr erfreulich. In den nächsten Jahren müssten mehr Anstrengungen unternommen werden, um ältere Arbeitslose zurück auf den ersten Arbeitsmarkt zu bringen. „Wir haben heute schon in einigen Branchen Fachkräftemangel. Da muss es das gemeinsame Ziel sein, auch Älteren eine Chance zu geben“, sagte Sellering. Wirtschaftsminister Jürgen Seidel zufolge profitieren derzeit vor allem jüngere, qualifizierte und kurzzeitig arbeitssuchende Männer von der Entwicklung.

Der DGB Bezirk Nord monierte, dass die Zahl der Arbeitslosen zwischen 55 und 65 Jahren im Nordosten um 9 Prozent stieg. Auch die Zahl der Bezieher von Hartz IV-Leistungen sei gestiegen, und zwar um 0,9 Prozent auf 82 818. Zudem gebe es im Land 89 300 geringfügig Beschäftigte sowie 9700 Leiharbeitnehmer, 15,3 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Berlin und Brandenburg

Die gute Konjunktur hat auch die Arbeitslosenzahlen in Berlin und Brandenburg im April deutlich sinken lassen. In der Mark waren 147 886 Menschen erwerbslos gemeldet, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag mitteilte. Das waren 9074 Frauen und Männer weniger als im März und 10 437 weniger als im April vergangenen Jahres. Die Quote verringerte sich im Vergleich zum Vormonat um 0,7 Punkte auf 11,0 Prozent. Vor einem Jahr hatte die Quote noch 11,8 Prozent betragen.

In der Bundeshauptstadt waren 238 255 Menschen erwerbslos. Das waren 2315 weniger als im März und auch 1347 weniger als im April vergangenen Jahres. Die Arbeitslosenquote in der Hauptstadt verringerte sich im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf 13,9 Prozent - dies ist allerdings der höchste Wert aller Bundesländer. Vor einem Jahr hatte die Quote in Berlin noch 14,2 Prozent betragen.

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