Welzow: Plan für Tagebau nachbessern

Die vom Braunkohletagebau betroffene Stadt Welzow (Spree-Neiße) hat Nachbesserungen beim geplanten zweiten Tagebauabschnitt gefordert. So müsse im Braunkohlenplan die Entschädigung der betroffenen Einwohner verbindlich festgelegt werden, sagte Bürgermeisterin Birgit Zuchold (SPD) gestern in Cottbus bei der Erörterung des Planentwurfes. Zuchold sprach sich zudem für eine finanzielle Unterstützung durch das Land zum Erhalt der sozialen Strukturen in der Kleinstadt aus. In dem überarbeiteten Braunkohlenplan müsse auch gesichert sein, dass Straßen und Busverbindungen erhalten bleiben. „Das Planungsziel, wonach Welzow zu einer lebenswerten Stadt am Tagebaurand entwickelt werden soll, muss aber noch deutlicher formuliert werden“, mahnte die Rathauschefin. Bevor die Kohlebagger in etwa zehn Jahren vor Welzow anrücken sollen, müssen 810 Menschen umgesiedelt werden – das sind rund 20 Prozent der Einwohnerzahl.

Sabine Niels von der Grünen-Landtagsfraktion kritisierte mangelhafte Aussagen im Planentwurf zu gesundheitlichen Belastungen der Menschen am Tagebaurand. Sie fordert diesbezüglich Gutachten. Wie Uwe Sell von der Landesplanungsbehörde dazu sagte, werde das Thema Gesundheitsgefährdung im Rahmen der Sozialverträglichkeit der Umsiedlung durchaus berücksichtigt.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen