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16. Dezember 2017 | 04:39 Uhr

Weg frei für Solarpark Zieslübbe

vom

svz.de von
erstellt am 30.Okt.2012 | 12:11 Uhr

Auf ihrer jüngsten Sitzung haben die Gemeindevertreter von Domsühl der Satzung zur Errichtung des "Solarparks Zieslübbe" zugestimmt. Das dafür vorgesehene Areal - insgesamt 19,4 Hektar - liegt nördlich der Bahnlinie Schwerin/Crivitz. Es handelt sich hierbei ein Vorranggebiet für die Rohstoffsicherung, speziell um eine Fläche auf umfangreichen Kies- und Sandvorkommen, die sich die Universalbau Parchim GmbH bereits vor Jahren gesichert hat, um sie bei Bedarf abzubauen. Inzwischen hat der Grubenbetreiber verbindlich zugesagt, auf den weiteren Abbau dieser Vorräte in den nächsten zwanzig Jahren verzichten zu wollen.

Wie Domsühls Bürgermeister Heinz Ullmann gegenüber SVZ erklärte, habe die Gemeinde für die Solarpark-Pläne zunächst einen Standort in der Kiesgrube favorisiert. "Dies war jedoch vom Amt für Raumordnung nicht genehmigt worden." Ähnlich wie bei der Nachbargemeinde Damm, die seit einiger Zeit ihrerseits die Aufstellung eines Bebauungsplanes für den Bereich nördlich des Dammer Ortsteils Möderitz, südlich der Bahnstrecke Schwerin/Crivitz anstrengt, um hier den Weg für den Bau des Solarparks "Möderitz Nord II" freizumachen, soll die Nutzungsänderung von begrenzter Dauer sein. "Sie beträgt 20 Jahre", so Heinz Ullmann, "wobei es natürlich die Option auf Verlängerung gibt." Beide Flächen wurden zwar bislang landwirtschaftlich genutzt, jedoch war diese Nutzung seit dem Status als Vorrangfläche zur Rohstoffsicherung lediglich geduldet, so Domsühls Bürgermeister.

Die Ertragsprognose der Zieslübber Solaranlage liegt bei 9800 MW/h jährlich und entspricht etwa einem eingesparten CO 2 -Ausstoß von 8000 Tonnen pro Jahr. Bereits jetzt ist die Verwendung der regenerativen Energie verplant. Ullmann: "Der Strom soll in unser Gewerbegebiet eingespeist werden und der Versorgung der dort ansässigen Unternehmen dienen."

In Domsühl geht man davon aus, dass der erste Spatenstich und somit Baubeginn für den Solarpark noch in diesem Jahr erfolgen wird, die Fertigstellung ist dann für das kommende Jahr geplant. Eigentümer von Flächen auf dem knapp 20 Hektar großen Areal ist die Gemeinde selbst nicht. Die Flächen gehören der Universalbau GmbH. "Unsere Hoffnung ist aber, dass wir als Gemeinde künftig über die Gewerbesteuer von den Einnahmen partizipieren", räumt der Bürgermeister ein.

Sowohl bei der Möderitzer Anlage als auch bei der Zieslübber tritt die Solarfaktor GmbH, ein in Waren (Müritz) ansässiges Unternehmen, als Investor auf. Der hatte ursprünglich nicht den Bau von zwei Solar-Anlagen beantragt, sondern eine größere Anlage bauen wollen. Wegen der Einspeisevergütung war dieses Vorhaben so letztlich nicht genehmigt worden.

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