Weg frei für endgültige Einigung zwischen Bahn und GDL

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30. Januar 2008, 08:07 Uhr

Im Tarifkonflikt bei der Bahn ist der Weg für eine endgültige Einigung nach zehnmonatigem erbitterten Ringen frei. Der Konzern und die Lokführergewerkschaft GDL verständigten sich auf einen Tarifvertrag, wie beide Seiten nach einer Verhandlungsrunde am Mittwochabend in Berlin mitteilten. Allerdings sind wichtige Fragen zum Geltungsbereich und einer künftigen Kooperation aller drei Bahn-Gewerkschaften untereinander noch zu klären.

Bahn-Personalvorstand Margret Suckale sagte: „Für uns ist der Konflikt tatsächlich gelöst.“ Der Tarifvertrag für die Lokführer stehe. Er solle zum 1. März in Kraft treten. Bis dahin müssten die Modalitäten einer Zusammenarbeit der Gewerkschaften geklärt werden. Suckale zeigte sich überzeugt davon, dass eine solche Kooperation abschließend geklärt werden könne, und zwar so, dass sie „nachhaltig und langfristig“ sein werde. Sie ließ offen, ob die Bahn einen Tarifvertrag mit der GDL unterzeichnen wird, wenn zuvor keine Kooperationsregelung zwischen den Gewerkschaften gefunden werden sollte.

Laut Bahn-Mitteilung sieht der Tarifvertrag 800 Euro Einmalzahlung für den Zeitraum vom 1. Juli 2007 bis 29. Februar 2008, eine Erhöhung des Entgeltvolumens um acht Prozent ab März 2008 und eine weitere Erhöhung um drei Prozent ab 1. September 2008 vor. Ab März 2008 werde zudem die neue Entgeltstruktur für Lokomotivführer eingeführt. Ab 1. Februar 2009 reduziere sich darüber hinaus die wöchentliche Arbeitszeit für Lokomotivführer um eine auf 40 Stunden. Die Laufzeit beginne rückwirkend am 1. Juli 2007 und ende am 31. Januar 2009.

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