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16. Dezember 2017 | 15:37 Uhr

Was bisher geschah

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erstellt am 07.Aug.2013 | 10:28 Uhr

Seit Anfang Mai verhandelt das Oberlandesgericht München gegen Beate Zschäpe und vier mutmaßliche Helfer des "Nationalsozialistischen Untergrunds" (NSU). Ein Überblick über die wichtigsten Ereignisse im Prozess:

6. Mai 2013: 1. Verhandlungstag: Der erste öffentliche Auftritt Zschäpes. Die Verteidiger von Zschäpe und Ralf Wohlleben stellen Befangenheitsanträge, das Gericht setzt die Verhandlung für eine Woche aus. Schon der Prozessbeginn hatte sich um drei Wochen verzögert, nachdem das Bundesverfassungsgericht die Vergabe der Presseplätze beanstandet hatte.

14. Mai 2013: 2. Verhandlungstag: Bundesanwalt Herbert Diemer verliest die Anklage. Zschäpe hört ohne Regung zu. Die Bundesanwaltschaft wirft ihr Mittäterschaft bei allen Anschlägen der Gruppe vor - darunter zehn Morde und zwei Bombenanschläge. Zschäpe äußert sich nicht zu den Vorwürfen.

4. Juni 2013: 5. Verhandlungstag: Der Angeklagte Carsten S. sagt aus. Der Neonazi-Aussteiger gibt zu, eine Pistole mit Schalldämpfer für die Terroristen besorgt zu haben. Laut Anklage handelt es sich dabei um die Waffe der Marke "Ceska", mit der neun Menschen ausländischer Herkunft ermordet wurden.

6. Juni 2013: 7. Verhandlungstag: Der Angeklagte Holger G. verliest eine vorbereitete Erklärung. Er gibt zu, dass er Zschäpe, Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos über Jahre bei ihrem Leben im Untergrund unterstützt hatte. Einmal habe er ihnen im Auftrag des ebenfalls angeklagten Ralf Wohlleben eine Pistole gebracht. Von Terroranschlägen habe er aber nichts geahnt.

11. Juni 2013: 8. Verhandlungstag: Carsten S. bringt die Ermittler auf eine neue Spur. Die Bundesanwaltschaft ermittelt wegen eines Rohrbombenanschlags 1999 in Nürnberg.

24. Juni 2013: 14. Verhandlungstag: Die Bekennervideos des "Nationalsozialistischen Untergrunds" (NSU) werden vorgeführt, außerdem werden Bilder vom zweiten Mord der Rechtsterroristen in Nürnberg gezeigt. Zschäpe schaut nicht auf die Leinwand.

25. Juni 2013: 15. Verhandlungstag: Ein Brandermittler erklärt, wie die Wohnung der mutmaßlichen NSU-Terroristen in Zwickau in Brand gesetzt wurde. Zschäpe soll das Feuer gelegt haben.

24. Juli 2013: 27. Verhandlungstag: Ein Nachbar berichtet über gesellige Abende mit Zschäpe im Keller des Wohnhauses in Zwickau. Auf dem Fernseher stand ein Bild von Adolf Hitler. Mit Politik habe das aber nichts zu tun gehabt, sagt der Nachbar.

30. Juli 2013: 30. Verhandlungstag: Eine Nachbarin berichtet, wie Zschäpe nach dem Brand in der Zwickauer Wohnung davonlief. In jeder Hand trug sie einen Katzenkorb.

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