Splitter : Warten auf Schnee

Auch Amelie (4), hier mit Niklas (1) und Mama Sandra Schröder, wartet auf Schnee.
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Auch Amelie (4), hier mit Niklas (1) und Mama Sandra Schröder, wartet auf Schnee.

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20. November 2015, 14:36 Uhr

Quitzow hat, richtiger gesagt die Jüngsten des Dorfes haben jetzt ihren eigenen Rodelberg. „Dorfplatz mit Pavillon und Spielkombination, das ist schon was. Doch im Winter eben nicht das Rechte“, weiß der Ortsvorsteher. Ein Rodelberg, zumindest für die Jüngsten, der Wunsch wurde immer mal wieder laut. Von Straßenbau lagerte noch Erde im Dorf. Die Agrargenossenschaft stellte kostenlos die Technik und dann wurde geschoben und geschaufelt. Immer fleißig mit der Schaufel dabei, der ehemalige Wehrführer Wilfried Gerloff. Egal, wo es was zu tun gibt im Dorf, er redet nicht viel, packt einfach mit an. Jetzt wartet der Quitzower Nachwuchs auf den Winter, darauf, dass es endlich schneit. Dann soll der Rodelberg mit einem kleinen Fest richtig eingerodelt werden.

Legendäre Raststätte an der B5

Die Raststätte an der B5, heute Gaststätte und Motel – schon zu DDR-Zeiten galt sie als legendär: Unten trafen sich die Menschen der Welt, oben horchte und zählte die Stasi das Westgeld, bringt es Ortsvorsteher Armin Schwarz auf einen kurzen Nenner. Die Raststätte war in jenen Tagen der einzige Halt auf der Transitstrecke zwischen Hamburg und Berlin. „Wenn wir uns als Hosenmatze unbeobachtet fühlten, standen wir an der Straße und winkten den Brummifahrern zu. Ab und an kam dann auch eine Tüte mit Gummitieren oder andere Süßigkeiten aus dem Fahrerfenster geflogen, die schneller in der Hosentasche verschwand, als man gucken konnte“, so der Quitzower. Episoden über die Transit-Raststätte könne wohl jeder alteingesessene Quitzower erzählen. „Sie gehörte zum Dorf, wir lebten mit ihr und manchmal nicht schlecht“, gesteht er mit einem Lächeln. So sei mal ein Kaffeelaster hier umgekippt. Bevor die Polizei da war, hatten sich die Quitzower längst mit Westkaffee eingedeckt.

Vivien und Anna-Lena sind Mitglied im Reitverein und gleich ist Dressurtraining angesagt.
Vivien und Anna-Lena sind Mitglied im Reitverein und gleich ist Dressurtraining angesagt.
 

Der Anfang: Auf der Koppel Reitunterricht

Seit Januar 2011 gibt es in Quitzow den Reiterhof Hans Plume. „Los ging es mit ein paar Boxen in vorhandenen Stallungen, und unter freiem Himmel auf der Koppel gab meine Tochter Maren Reitunterricht“, erinnert sich Hans Plume. Den Mut des Seniorchefs, noch einmal durchzustarten, und seiner Tochter, sich damit eine eigene Existenz in spe aufzubauen, zollte man nicht nur im Dorf Respekt, bestätigt Ortsvorsteher Armin Schwarz. Inzwischen ist der Reiterhof längst eine Adresse, die über die Ortsgrenzen hinaus ein Begriff ist. Ein neuer Stall mit 25 Boxen gehört heute dazu, rund 15 Pensionspferde stehen auf dem Hof, dazu noch die selbe Anzahl an Pferden für den Reitunterricht. Vom Knirps im Kita-Alter bis zum Erwachsenen frönt man hier der Leidenschaft – dem Pferdesport. Im vergangenen Jahr gründete sich ein Reitverein und etliche von den Kindern und Jugendlichen trifft man in den Ferien natürlich auf dem Reiterhof an, so auch Vivien Prescher aus Tangendorf und Anna-Lena Behrendt aus Quitzöbel.

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