Splitter : Wahrberge-Verein: Der Alleskönner

Äußerst beliebt bei kleinen und großen Kindern: die Sommerrodelbahn in Groß Woltersdorf.
Äußerst beliebt bei kleinen und großen Kindern: die Sommerrodelbahn in Groß Woltersdorf.

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19. November 2015, 10:24 Uhr

Wollte man alle kulturellen, sozialen und Freizeitangebote auflisten, die der Wahrberge-Verein Groß Woltersdorf offeriert, würde es sicher eine Zeitungsseite sprengen. Vom Märchen- bis zum Theatertag, vom Waldlehrpark über Badesee, Zeltplatz, Blockbohlenhäusern und Jugendgästehaus bis hin zur Sommerrodelbahn und der vereinseigenen Gaststätte „Zur Hexe“ direkt im Ort: Der 1991 gegründete, gemeinnützige Verein ist „Träger freier Jugendhilfe“, will die Entwicklung des ländlichen Raumes in der Prignitz und somit die kulturellen Freizeiterlebnisse in der Region nachhaltig beeinflussen. Über fast 25 Jahre entstand so am Rande des Dorfes und auch im Ort selbst, ein Refugium, zu dem alljährlich tausende Besucher pilgern. Behutsam werden die Angebote in die Natur eingebettet und erweitert. Infos zu allen Angeboten des Vereins und zur Geschichte: www.wahrberge.de

Rund, schön und mit kleinem Museum

Seit dem 1. März 2002 gehört auch Klein Woltersdorf zum Ortsteil Groß Woltersdorf. Ein wenig versteckt in sanft hügelige Landschaft kann man das schöne Rundlingsdorf mit dem Auto gut von Pritzwalk aus über Seefeld oder – noch viel schöner – auf dem bestens ausgebauten ländlichen Weg vom Groß Woltersdorfer Waldlehrpark aus mit dem Fahrrad oder zu Fuß erreichen. Eine landschaftlich lohnenswerte Tour.

Eine besondere Attraktion ist das in Klein Woltersdorf von Erhard Meyer geschaffene Agrarmuseum. Mehr als 3000 Exponate hat er zusammengetragen. Alte Technik, die nicht nur Landwirte von einst begeistert. Die Geräte und Gebrauchsgegenstände aus dem bäuerlichen Leben sind in einer Ausstellung auf seinem prignitztypischen Vierseitenhof zu sehen. Ein „Muss“ für Technikinterressierte. Hier können sie sehr anschaulich erfahren, wie sich das harte bäuerliche Leben über die Jahrzehnte entwickelt hat.

Hübsch herausgeputzt: der Bahnhof Brünkendorf an der Kleinbahnstrecke.
Hübsch herausgeputzt: der Bahnhof Brünkendorf an der Kleinbahnstrecke.
 

Nur zwölf Einwohner, aber ein Bahnhof

Ganz winzig ist Brünkendorf, nur zwölf Einwohner zählt es aktuell. Aber das kleine Straßendorf hat etwas, das sich viele andere wünschen: einen Bahnhof. Und was für einen schicken. Dabei handelt es sich zwar „nur“ um den Pollo-Bahnhof. Immerhin aber gehörte Brünkendorf zum gut 100 Kilometer langen Netz der Kleinbahn, deren Betrieb 1969 eingestellt wurde. 1994 wurde mit dem Wiederaufbau der Schmalspurbahn als Museumsbahn begonnen, am 9. Mai 2002 wurde das erste Teilstück von Mesendorf nach Brünkendorf eröffnet.

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