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17. November 2017 | 22:33 Uhr

Wacklige Projekte auch in Berlin

vom

svz.de von
erstellt am 28.Feb.2012 | 09:22 Uhr

Die von Anno August Jagdfeld geführte Fundus-Gruppe hatte 1996 das klassizistische Gebäudeensemble in Heiligendamm sowie ein benachbartes landwirtschaftliches Gut von der Treuhandanstalt erworben. 2003 wurde das Grand Hotel eröffnet, das zunächst von Kempinski gemanagt wurde. Rund neun Jahre später ist das Hotelprojekt vorerst gescheitert. Das Projekt schrieb 2010 und 2011 leicht schwarze Zahlen. Dennoch, so klagte Jagdfeld, fehle seiner Gruppe die Zeit, die begonnene Sanierung weiterer Gebäude abzuschließen.

Es ist nicht das erste Mal, dass Jagdfeld und die Fundus-Gruppe mit prominenten Projekten in Schwierigkeiten geraten. Zuletzt war er im August 2011 im Zusammenhang mit dem Berliner Fünf-Sterne-Hotel Adlon in den Schlagzeilen. Investoren der "Hotel Adlon Fundus Fonds Nr. 31 KG" wollten Jagdfeld aus der Führung des Fonds wählen, unter anderem wegen aus ihrer Sicht magerer Gewinnausschüttungen. Der Versuch scheiterte.

Immer wieder für Aufmerksamkeit sorgt auch das Schicksal des Kunst- und Veranstaltungszentrums Tacheles in Berlin, deren Eigentümer die Fundus-Gruppe ist. Es ist weit über die Grenzen der Hauptstadt hinaus bekannt und zieht jährlich mehrere Hunderttausend Besucher vor allem aus dem Ausland an. Dennoch sehen sich die Künstler seit langem erheblichem Druck ausgesetzt.

Im vergangenen Jahr sollte das Tacheles zwangsversteigert werden. Der Termin wurde verschoben, weil die HSH Nordbank als Hauptgläubiger der Fundus-Gruppe Verhandlungen mit verschiedenen Interessenten nicht rechtzeitig abschließen konnte. Einen neuen Termin gibt es bisher nicht.

Hintergrund dieser Entwicklung ist, dass nach Angaben der HSH Nordbank aus der Finanzierung ein "notleidender Kredit" wurde. Durch die dadurch notwendige Versteigerung dürften den Gläubigern Verluste drohen.

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