Vorwürfe gegen Feuerwehr erhärtet

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31. Mai 2013, 11:34 Uhr

Die Probleme zwischen der Feuerwehr Bad Wilsnack und Mietern im Anbau des Gerätehauses bestehen offenbar schon seit Jahren. Gestern meldete sich auf unseren Beitrag hin der Vormieter und bestätigte die erhobenen Vorwürfe gegenüber Kameraden der Feuerwehr.

"Es stimmt, wir haben es nicht anders erlebt", sagt der Familienvater. Knapp zwei Jahre hätten sie dort gewohnt und es dann nicht mehr ausgehalten. "Es ist die Lautstärke, es sind die vielen Feiern", erzählt er. Genau, wie es die jetzt dort wohnende Familie schildert, spricht auch er von Partys im Gruppenraum bis weit in die Nacht hinein, verbunden mit lauter Musik. Im Umfeld des Gebäudes werde gepinkelt, werde laut gerufen.

"2010 wurde unser Sohn geboren. Es war der Moment, wo wir uns entschieden auszuziehen." Die Miete an die Stadt hätten sie pünktlich gezahlt. "Wir haben die Amtsverwaltung um Unterstützung gebeten, aber dort wurde keine Initiative ergriffen", sagt der Mann. Er könne sich gut in die Situation der jetzigen Mieter mit ihren zwei Kindern hinein versetzen. "Ich wünsche ihnen alles Gute." Zugleich betont er, dass die Unruhe nicht von der gesamten Wehr ausgehe, sondern nur von einigen Kameraden. Gleiches sagen die jetzigen Mieter.

Eigentümer und Vermieter ist die Stadt. Bürgermeister Dietrich Gappa äußerte sich gestern nicht. Am Abend sollte ein Gespräch mit den Kameraden stattfinden, an dem er teilnehmen wollte. Es wäre die zweite Zusammenkunft der Wehr in dieser Woche. Von dem Streit habe Gappa nichts gewusst. Er wolle sich am heutigen Freitag äußern.

Auslöser der Berichterstattung war ein Schreiben an unsere Redaktion, in dem Kameraden androhen, ihren aktiven Dienst aus Protest zu beenden.

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