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Vorstoß bei Sterbehilfe spaltet die Bevölkerung

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erstellt am 06.Aug.2012 | 09:34 Uhr

Der Vorschlag von Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) zur kommerziellen Sterbehilfe spaltet die Gesellschaft. 49 Prozent der Bürger befürworten sie, 41 Prozent sprachen sich in einer Emnid-Umfrage dagegen aus. Mit einer Hilfe für Sterbewillige durch nahestehende Ärzte und Pfleger sind 47 Prozent der Befragten einverstanden, 45 Prozent lehnen sie ab.

Bislang gibt es eine rechtliche Grauzone: Beihilfe zur Selbsttötung steht nicht unter Strafe, Tötung auf Verlangen dagegen schon. Der vor wenigen Tagen bekanntgewordene Gesetzentwurf sieht ein Verbot der kommerziellen Sterbehilfe vor. Sterbebegleitung soll aber zulässig sein für Angehörige sowie Ärzte und Pfleger, die dem Sterbewilligen schon lange nahestehen.

Der Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Volker Kauder (CDU), forderte eine Klarstellung: "Ärzte oder Pflegepersonal dürfen sich nicht am Geschäft mit dem Tod beteiligen".

Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Alois Glück, sprach sich dafür aus, Sterbehilfe durch eine bessere Schmerztherapie ganz überflüssig zu machen.

Der Präsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, hält es für "widersinnig", wenn einerseits gewerbsmäßige Sterbehilfe verboten werde, Ärzte gleichzeitig aber doch Beihilfe leisten dürften. Abgeordnete von SPD, FDP und Linkspartei sprachen sich dafür aus, den Fraktionszwang bei der Abstimmung aufzuheben. Bei einem so sensiblen Thema müsse jeder Parlamentarier frei entscheiden können.

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