Interview mit der Vereinsvorsitzenden : Vorsicht! Gartenfieber steckt an

Schreibt Gartenbücher, organisiert Reisen und öffnet auch die eigene Gartentür für Besucher, Beate Schoettke-Penke
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Schreibt Gartenbücher, organisiert Reisen und öffnet auch die eigene Gartentür für Besucher, Beate Schoettke-Penke

Verein „Offene Gärten in MV“ gründete sich Ende vergangenen Jahres .Gespräch mit der Vereinsvorsitzenden

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09. Juni 2016, 18:22 Uhr

Aus den Reihen der Gartenfreunde formierte sich Ende vergangenen Jahres ein neuer Verein „Offene Gärten in MV“. Wir sprachen mit der Vereinsvorsitzenden Beate Schöttke-Penke, zugleich Kolumnistin auf unserer wöchentlichen Garten-Seite.

Frau Schöttke-Penke, was machen Sie anders als Ihre Vorgänger?

Schöttke-Penke: Unser Verein organisiert die Aktion so, wie es sie über viele Jahre gegeben hat. Wir mussten nicht bei Null anfangen, sondern konnten da anknüpfen, wo der alte Verein aufgehört hat. Allerdings haben wir jetzt einen großen Verein gegründet, in dem sich alle 20 Mitglieder aktiv einbringen. Das ist toll und freut mich sehr! Eine wesentliche Neuerung sind die sogenannten Regionverantwortlichen in allen Landkreisen, über die ein großer Teil der Arbeit laufen wird. So hoffen wir, überall im Land stärker präsent zu sein.
Was erwartet die Besucher der offenen Gärten am Wochenende?

Die Palette der offenen Gärten ist wie immer bunt: groß oder klein, formal oder romantisch, Blumen- oder Küchengarten. Alle werden ihre Refugien auf Vordermann gebracht haben, denn mit dem eigenen Garten öffnet man quasi sein Wohnzimmer für Besucher. Viele werden Kuchen gebacken und Kaffee gekocht haben. Alle Gärtnerinnen und Gärtner freuen sich auf interessierte Besucher und viele Gespräche.
Möchten Sie den Besuchern etwas mit auf den Weg geben?

Die Besucher sollten sich bewusst machen, dass die Ansprüche an den eigenen Garten ganz verschieden aussehen können. Was dem einen gefällt, muss noch lange nicht jedermanns Beifall finden. Die Offenen Gärten sind ein Angebot. Wir wollen keinen Wettbewerb nach dem Motto höher, schneller, weiter. Uns geht es um die Gartenkultur in all ihren Facetten. Wenn das die Besucher freut und sie sich vielleicht von dem Gartenfieber ein Stückchen anstecken lassen, ist es in unserem Sinne.
Wie blicken Sie in die Zukunft? Wo sehen Sie Potenzial?

Wir schauen sehr optimistisch in die Zukunft. Wir haben vor ein paar Monaten als Interessengemeinschaft angefangen, haben die Vereinsgründung bewältigt, sind als gemeinnützig anerkannt. In den letzten Monaten ist schon so viel passiert, was wir uns am Anfang nicht hätten träumen lassen. Potenzial gib es in viele Richtungen: Wir hätten gern mehr Gärten dabei, mehr Gärten in den Städten, auf den Inseln. Wir würden gern Informationen zu den Gärten, die nicht nur am kommenden Wochenende öffnen, stärker unter die Leute bringen. Es gibt Ideen, ähnlich wie in Schleswig-Holstein eine Lange Nacht der Gärten zu organisieren und und und. Ich persönlich würde mir noch ein paar Leute mehr in unserem Verein wünschen. Denn je stärker der ist, desto mehr können wir für die Gartenkultur in MV in die Hand nehmen.

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