zur Navigation springen

Vorläufig keine Landesgartenschau in Mecklenburg-Vorpommern

vom

svz.de von
erstellt am 24.Jan.2012 | 01:59 Uhr

In Mecklenburg-Vorpommern wird es vorläufig keine Landesgartenschau geben. Das Kabinett beschloss am Dienstag, 2014/2015 auf eine Landesgartenschau zu verzichten. Keine der beiden Bewerberstädte Güstrow und Putbus erfülle das Kriterium der dauerhaften finanziellen Leistungsfähigkeit, teilte das Agrarministerium mit. Minister Till Backhaus (SPD) betonte, die Kabinettsentscheidung bedeute nicht das grundsätzliche Aus für Landesgartenschauen in Mecklenburg-Vorpommern. Bei der Entscheidung gehe es lediglich um das aktuelle Auswahlverfahren. „Ich halte einen späteren erneuten Anlauf durchaus für denkbar“, sagte er. Das Engagement und die Begeisterung für eine Landesgartenschau seien in beiden Bewerberstädten riesig gewesen. Als „zwingend zu erfüllende Voraussetzung“ musste laut Backhaus die dauerhafte finanzielle Leistungsfähigkeit nachgewiesen werden. Nur finanziell tragfähige Konzepte sollten Berücksichtigung finden.

Als weitere Voraussetzung neben gärtnerischen und gartenarchitektonischen Planungen galt der Nachweis positiver Effekte für die Kommunen, etwa die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Ankurbelung des Tourismus. Die Mitglieder der Bewertungskommission gaben dem Ministerium zufolge ein mehrheitliches Votum für Güstrow ab. Das Innenministerium machte der Stadt jedoch einen Strich durch die Rechnung: Die Prüfung der dauernden finanziellen Leistungsfähigkeit fiel, wie bei Putbus auf Rügen, negativ aus. Trotz der Reduzierung der ursprünglich vorgesehenen Investitionssumme von 37,7 Millionen auf 19,1 Millionen Euro und der Erhöhung des Eigenanteils der Stadt auf 8,9 Millionen Euro konnte das Innenministerium der Stadt die notwendige finanzielle Leistungsfähigkeit nicht bestätigen. Die Fördermöglichkeiten des Landes würden nicht ausreichen, um genügend Mittel bereitzustellen.

SPD-Fraktionschef Norbert Nieszery sagte, eventuell könne es zu einem späteren Zeitpunkt eine Landesgartenschau geben. Denn die wirtschaftlichen, touristischen und infrastrukturellen Effekte einer solchen Leistungsschau des Gärtnerhandwerks könnten beachtlich sein, sagte er. Bei der letzten Landesgartenschau in Wismar 2002 blieb die Stadt auf einem Minus von rund zwei Millionen Euro sitzen. Die Bundesgartenschau 2009 in Schwerin schloss dagegen mit einem Plus von drei Millionen Euro ab.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen