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Splitter : Von Veranstaltungstipps bis zu vielen Informationen über die Lindenstadt

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Wer eine Auskunft über die Lindenstadt haben möchte, landet sehr schnell in der Ludwigslust-Information, die sich direkt neben dem Rathaus befindet. Christiane Rüttinger ist hier schon seit rund zehn Jahren tätig und weiß, dass die Besucher viele Informationen über die Geschichte der Stadt oder Veranstaltungen haben wollen. Ein herausragendes Ereignis des kommenden Jahres ist zum Beispiel der World Cup der Radballer. Sehr oft sind die Mitarbeiterinnen aber auch allgemeine Auskunftsstelle, können Ratsuchenden beispielsweise auch sagen, wo sie ihren Weihnachtsbaum bekommen können.

 

Wolfgang Menzel mit dem Maskottchen des Hofes. Hahn Willi ist bereits der sechste seit Hofgründung.
Wolfgang Menzel mit dem Maskottchen des Hofes. Hahn Willi ist bereits der sechste seit Hofgründung. Foto: Archiv
 

Weihnachtspause auf Hof Willi in Glaisin

Momentan ist es ruhig auf Hof Willi in Glaisin. Museumschef Wolfgang Menzel, der ansonsten viel Kinderbesuch in seinem ländlichen Museum hat, kann es etwas ruhiger angehen lassen. Der frühere Bootsmann im Sanitätsdienst hat auf dem rund drei Hektar großen Terrain eine geschichtliche Stätte der besonderen Art eingerichtet. Es will das Leben zeigen, wie es sich früher auf dem Lande abgespielt hat.

 

In der Bibliothek: FSJler Daniel Franck, Anke Ballhorn und Manuela Gawlick, v. l.
In der Bibliothek: FSJler Daniel Franck, Anke Ballhorn und Manuela Gawlick, v. l. Foto: Uwe Köhnke
 

Ein Jahr mit vielen Veranstaltungen

Die Ludwigsluster Stadtbibliothek blickt auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2015 zurück. Das verdeutlicht Anke Ballhorn, die Fachbereichsleiterin für Kultur in der Stadtverwaltung, anhand einiger Beispiele.

So sind ca. 2000 neue Medien in diesem Jahr angeschafft worden. Dazu gehören sowohl Bücher als auch E-Medien, Zeitschriften, CDs, DVDs und Spiele.

Um die 115 Veranstaltungen wurden vor allem für Kinder und Jugendliche organisiert. Die meisten Events sind für den Nachwuchs von zwei bis zwölf.

Für die Erwachsenen gab es zum Beispiel eine Veranstaltung mit Kuno Karls, der sein Buch „Es war einmal eine Grenze“ vorstellte. Zusammen mit der evangelischen Gemeinde gab es eine Lesung mit Altbischof Heinrich Rathke, der sein Buch „Wohin soll die Reise gehen“ mitbrachte. „Diese Veranstaltung war mit rund 100 Leuten sehr gut besucht“, erinnert sich Anke Ballhorn. Das 100. Erscheinen des Voß-un-Haas-Kalenders unter der maßgebenden Mitarbeit von Hartmut Brun ist ebenfalls gebührend gewürdigt worden.

Ein deutschlandweit anerkannter Computer- und Gamespezialist berichtete vor Schülern der neunten und zehnten Klassen, wie sich Smartphones auf das Verhalten von Kindern und Jugendlichen auswirken.

Jedes Jahr im Februar findet der Vorlesewettbewerb des Börsenvereins des deutschen Buchhandels statt. „Da kommen aus den Altkreisen Ludwigslust und Hagenow die Schulsieger der sechsten Klassen nach Ludwigslust. Es sind immer zehn bis zwölf Kinder, die sich im Lesen messen. Der oder die Beste fährt dann zum Wettstreit nach Schwerin“, erzählt Anke Ballhorn.

Im Juni letzten Jahres gab es den Vorlesewettbewerb der Ludwigsluster Grundschulen, greift die Fachbereichsleiterin ein weiteres Beispiele aus dem umfangreichen Kalender heraus.

 

Stadt mit mehreren Ortsteilen

Zu Ludwigslust gehören die Ortsteile Hornkaten, Niendorf, Weselsdorf, Kummer, Glaisin sowie das eingemeindete Techentin. Hornkaten ist ein Ausbau der Dörfer Techentin und Göhlen. Ursprung des Dorfes soll eine am Waldstück gelegene als „Waldkasten“ oder „Katen“ bezeichnete Hütte gewesen sein. Niendorf wird 1576 erstmals in der Amtsbeschreibung von Neustadt-Glewe als „Newdorff“ erwähnt. Weselsdorf wurde 1832 mit zwölf Büdnerstellen auf der Niendorfer Feldmark gegründet. Kummer wurde erstmals bereits 1406 urkundlich erwähnt. Laut Akten gibt es Glaisin noch länger, nämlich schon seit 1282. Der Ursprung von Techentin ist dagegen bis heute nicht exakt geklärt.

 

Beim Glühweinpokal in Hornkaten kämpfen die erfahrenen Feuerwehrleute (über 40) um den Sieg.
Beim Glühweinpokal in Hornkaten kämpfen die erfahrenen Feuerwehrleute (über 40) um den Sieg. Foto: Archiv/Neumann
 

Eine Stadt – fünf Feuerwehren

In der Stadt Ludwigslust und ihren Ortsteilen sind derzeit insgesamt 159 Feuerwehrleute aktiv, um das Hab und Gut der Bürger zu schützen, um zu retten und zu bergen. „Die fünf Ortswehren sind in diesem Jahr zu insgesamt rund 200 Einsätzen ausgerückt“, erklärte Gemeindewehrführer Bodo Thees. „Das ist deutlich mehr als gewöhnlich und hängt mit den heftigen Frühjahrsstürmen zusammen.“ Doch nicht nur bei Feuer, Unfällen und anderen Schadensfällen sind die Feuerwehren Ludwigslust (Wehrführer: Sebastian Meier), Techentin (Bodo Thees), Hornkaten (Heiko Stier), Glaisin (Rüdiger Möller) und Kummer (Stefan Geier) gefragt. „Sie befördern auch das Gemeinschaftsleben in den Orten“, so Bodo Thees. Ob Oster- oder Herbstfeuer, Lichterfest oder Jubiläumsfeier – die Frauen und Männer der freiwilligen Feuerwehren mischen überall mit.

 

Neue alte Kronleuchter im Schloss

Andächtige Stille im Ludwigsluster Schloss, als Michael Maresch im März dieses Jahres die große Pappkiste öffnet. Kronleuchter wurden aufgehängt. Zuvor hat die Wiener Firma Maresch die eindrucksvollen historischen Beleuchtungsgegenstände akribisch restauriert – in ihrer Werkstatt in der österreichischen Hauptstadt. Maresch hatte den Auftrag aus Ludwigslust nach einer europaweiten Ausschreibung erhalten. Ergänzungen von den Glasbehängen mussten vorgenommen werden. Es waren Reparaturen an den Metallreifen nötig. Einer der Leuchter wurde wieder mit der dritten blauen Schale komplettiert, die zwischenzeitlich an einen anderen montiert worden war.

 

„Unter dem Meer“ heißt das aktuelle Stück des Liedtheaters Live. Hier ein Bild von der Aufführung im November.
„Unter dem Meer“ heißt das aktuelle Stück des Liedtheaters Live. Hier ein Bild von der Aufführung im November. Foto: Foto: Uwe Köhnke
 

„Liedtheater Live“ begeistert mit handgemachter Musik aller Art

Die 32. Elternsinge Ende November in der Ludwigsluster Stadthalle war wieder ausverkauft. Der Höhepunkt des Abends: das aktuelle Stück des Liedtheaters Live mit dem Titel „Unter dem Meer“. Das Repertoire erstreckt sich über Musik aller Art, von Schlager, Rock-Hymnen über Volkslieder, Country-Songs, Swing und vielem mehr. Aber immer im eigenen „Live-Stil“.

 

Verein unterbreitet seit 20 Jahren Angebote für Freizeit in der Stadt

50 000 Besucher pro Jahr in den Einrichtungen des Zentrums für Erholung, Bildung und Freizeit (Zebef) Ludwigslust - das ist die Bilanz zum 20-jährigen Bestehen des Vereins, das in diesem Jahr gefeiert wurde. Gründungsvorsitzender und bis heute in diesem Amt ist der jetzige Ludwigsluster Bürgermeister Reinhard Mach.

Der Verein Zebef betreibt heute vier Einrichtungen. Neben dem Haus am Alexandrinenplatz in Ludwigslust sind das der Jugendclub und die Kinder- und Jugendwerkstatt in der Lindenstadt sowie die Waldschule in Alt Jabel. Seit 2008 gibt es das Mehrgenerationenhaus unter dem Dach des Vereins. Bekannte Projekte sind zum Beispiel „Oma Hurtig“ (Generationen übergreifende Hilfe) oder auch das Generationencafé. In den vier Einrichtungen arbeiten heute 16 Mitarbeiter. Im Haus am Alexandrinenplatz, dem ehemaligen Gymnasium, herrscht reges Leben. Es gibt offene Freizeitbereiche für Kinder und Jugendliche, eine Cafeteria für Jung und Alt, einen Internettreff, eine Töpferwerkstatt, Theaterwerkstattangebote, Tanz- und Malkurse sowie vieles mehr.

 

Mittelpunkt der Stadtanlage

Das Wahrzeichen Ludwigslusts, das Schloss, wurde von Herzog Friedrich von Mecklenburg-Schwerin zwischen 1772 bis 1776 nach Plänen des Hofbaumeisters Johann Joachim Busch erbaut und bildet den Mittelpunkt der spätbarocken Stadtanlage. Das Ensemble von Schloss, Park und Stadtanlage gilt als einmalig in Norddeutschland.

Auch unter Großherzog Friedrich Franz I. war Ludwigslust die Hauptresidenz. Erst Großherzog Paul Friedrich verlegte im Jahre 1837 die Hofhaltung nach Schwerin zurück, seitdem diente Schloss Ludwigslust als Jagd- und Sommerresidenz.

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