Splitter : Von der Kirche an den Strand

Die Dorfkirche von Perlin ist zirka 800 Jahre alt.
Die Dorfkirche von Perlin ist zirka 800 Jahre alt.

svz.de von
17. November 2015, 13:58 Uhr

Perlins ältestes Gebäude ist unweigerlich die mit Feldsteinen erbaute Dorfkirche an der Straße nach Söhring. Das Alter des Hauses wird auf rund 800 Jahre geschätzt. Besonderheit: Das Gotteshaus verfügt nicht über einen Turm, sondern über einen hölzernen Glockenstuhl neben dem Feldsteinbau. Saniert wurde das Gebäude Mitte der 1990 Jahre.

Wer auf der Dorfstraße von der Kirche aus in Richtung Nordosten fährt, dabei die Obstplantagen von Boddinobst hinter sich lässt und wenig später den Campingplatz mit seiner Finnhüttensiedlung passiert, der erreicht den öffentlichen Badestrand am Nordurfer des Dümmer Sees.

Das Gewässer gehört im Sommer zu den am meist frequentiertesten Badestellen. Ein Klarwassersee mit einer Fläche von 187 Hektar und einer Tiefe von bis zu 21 Metern. Der See verfügt über Inseln und zahlreiche kleine Buchten. Besonderheit ist das Vorkommen der Kleinen Maräne - ein Fisch, der in tiefen, klaren Seen lebt.

Das Geburtshaus am Park
Das Geburtshaus am Park
 

Ein Schriftsteller aus Perlin

Perlin hat ein bemerkenswertes Gebäude am ehemaligen Gutspark. Es ist das Geburtshaus des Ingenieurs und Schriftstellers Heinrich Seidel (1842−1906). Seidel studierte Maschinenbau, entwarf Bahnanlagen und die Dacheindeckung des Anhalter Bahnhofs mit einer Spannweite von mehr als 60 Metern. Nach 1880 gab er seinen Job auf und widmete sich der Schriftstellerei. Das berühmteste Werk ist „Leberecht Hühnchen“ und seine Autobiografie von „Perlin nach Berlin“.

Ein Schild weist heute auf die Bauernstellen hin.
Ein Schild weist heute auf die Bauernstellen hin.
 

Unterwegs nach „Katalusien“

Auf Weisung des Grundbesitzers, mussten die Perliner Bauern im Jahr 1868 auf ihrem eigenen Land siedeln. Daraufhin bauten vier Familien ihre Bauernhäuser ab und und an der Straße von Perlin nach Groß Welzin wieder auf. So entstand das Wohngebiet „Katalusien“. Ein Schild am Wegesrand erinnert heute daran.

Eines der Bauernhäuser ist im Laufe der Zeit abgebrannt. Drei Häuser entlang der ins Nachbardorf Groß Welzin sind heute noch bewohnt.

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