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24. August 2017 | 08:59 Uhr

Aida ABC : Von Aida bis Zuschauerbeifall

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Mit „Aida“ findet die Verdi-Trilogie nach „Nabucco“ und „La Traviata“ ihren krönenden Abschluss bei den Schlossfestspielen Schwerin.

Drei Ballettmusiken ersann der große Opernkomponist für „Aida“ und setzte sie passend zwischen die Dialoge.

Celeste Aida, forma divina…“: Damit besingt Radamès in der wohl berühmtesten Arie der Oper seine große und innige Liebe zu Aida.

Der Deutsch-Französische Krieg machte der geplanten Premiere 1870 ganz schön zu schaffen, denn Bühnen- und Kostümbilder aus Paris konnten auf Grund der Auseinandersetzungen erst viel später nach Ägypten geschafft werden, so dass die Premiere erst am 24. Dezember 1871 stattfinden konnte.

Ein Elefant muss her! Schon 1999 hatte das große Tier auf dem Alten Garten seinen großen Auftritt.
In diesem Jahr schreitet die Elefantendame Mala zu Verdis Musik dahin.

Die Rolle der Frau im Alten Ägypten gilt als emanzipiert.

Antonio Ghislanzoni, der Librettist des Werkes, war ein guter Freund Verdis und beide verband eine sehr fruchtbare Zusammenarbeit. Er ging auf Verdis Wünsche ein und schaffte es, zur Zufriedenheit des Komponisten, aus dem französischen Prosatext ein gelungenes italienisches Libretto zu stricken.

Verdis Honorar für die Oper „Aida“ betrug 150 000 Franken, für damalige Zeiten eine unvorstellbar riesige Summe!

Intimität ist eines der Charakteristika dieser Oper.

Jung und verliebt – das beschreibt Aida und Radamès vielleicht am besten. Doch sie müssen lernen, was es heißt, Verantwortung zu übernehmen und die Tragweite von Entscheidungen abzuwägen.

In Kairo fand die Uraufführung von Verdis Ägypten-Tragödie statt. Im Jahre 1870 hatte Verdi den Auftrag erhalten, nachdem mit seinem „Rigoletto“ das Opernhaus eröffnet worden war.

Die Liebe ist seit jeher das Thema im Theater, das Menschen am meisten berührt. Oder kennen Sie ein Bühnenstück, in dem die Liebe keine Rolle spielt?

Auguste Marinette war ein Ägyptologe, der Verdi den Prosaentwurf als Grundlage für seine „Aida“ lieferte. Er war ein Spezialist auf seinem Gebiet und zusätzlich künstlerisch begabt. So entwarf er auch die Bühnen- und Kostümbilder für die Uraufführung und überwachte die Fertigung.

Der Nil war und ist eines der Lebenszentren Ägyptens. Mit seinen Wassermassen macht er ein Leben in der Wüste überhaupt erst möglich.

Die Musik in dieser Oper war für Verdi noch viel wichtiger als in allen zuvor. Er hielt seinen Librettisten an, alle Dialoge so kurz wie möglich zu halten, damit die Musik sich voll entfalten kann.

Puh! Eine Oper für Kairo komponieren!!! Ich gehe nicht hin, sie zu inszenieren, weil ich fürchten müsste, dort mumifiziert zu werden!“, schrieb Verdi am 16. Juli 1870 an einen Freund. Tatsächlich hat er das Opernhaus in Kairo nie betreten!

Oberpriester Ramphis entscheidet in letzter Instanz über Radamès’ Tod.

Der Suez-Kanal, der nach zehnjähriger Bauzeit fertig gestellt worden war, setzte Ägypten mehr und mehr in die Weltpolitik und verschaffte Verdi den Auftrag zu „Aida“ – denn so ein Ereignis muss mit einer Oper gefeiert werden!

Der Triumphmarsch dürfte wohl die bekannteste Melodie Verdis sein.

Tatsächlich finden wir „Aida“ heute in einer Überarbeitung durch Verdi vor.

Verona gilt heute als eine der besten Adressen für Verdi-Opern. Jeden Sommer bei den Opernfestspielen wird unter anderem auch „Aida“ dargeboten.

Wie das Drama enden wird, wird schon in der Ouvertüre klar: traurig.

XXL – das beschreibt diese Oper
wohl am besten. Sie ist eine der größten Choropern überhaupt.

Zeitlich versetzt uns die Oper ins Reich der Pharaonen, das Verdi während der Ausarbeitung mehr und mehr zu interessieren schien; so finden wir auch musikalisch orientalische Klänge.

 

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