Vollere Züge, höhere Preise?

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25. September 2012, 07:06 Uhr

Fair ist das nicht. Die Geschäfte laufen bestens und die Bahn dreht einmal mehr an der Preisschraube. Die steigenden Energiekosten müssen als Begründung herhalten. Dabei hat die Bahn dank deutlich gestiegener Passagierzahlen kein Einnahmeproblem. Vollere Züge, höhere Preise? Das mag dem Bahnvorstand logisch erscheinen, den Kunden ganz gewiss nicht. Mit den geplanten Erleichterungen im Fernbusverkehr hat die Politik zuletzt einen Schritt getan, ungerechtfertigte Wettbewerbsvorteile für den Zug abzubauen. Die Bahn sollte sich also nicht da rauf verlassen, dass ihre Kundenzahl weiterwächst. Um sich als Transportmittel im Konkurrenzkampf zu behaupten, bedarf es einer Qualitäts-Offensive. Mit unpünktlichen Zügen, kaputten Klimaanlagen und zugefrorenen Weichen hat der Konzern schon viel zu viele Negativschlagzeilen produziert. So hätte Bahnchef Rüdiger Grube eigentlich genügend Baustellen zu bewältigen, bevor er daran denken sollte, die Kunden einmal mehr zur Kasse zu bitten. Die Bahn als umweltverträgliches Transportmittel ist uns trotz ihrer Fehler noch lieb. Doch zu teuer sollte sie nicht werden.

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