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Volkstheater: Haustarif soll eine Million Euro bringen

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erstellt am 09.Nov.2011 | 09:46 Uhr

Rostock | Ein Haustarifvertrag soll dem finanziell angeschlagenen Rostocker Volkstheater eine Ersparnis von einer Million Euro einbringen, teilt der Geschäftsführer der Theater-GmbH Stefan Rosinski mit. Für die rund 300 Mitarbeiter würde dies Lohneinbußen im einstelligen Prozentbereich bedeuten. Dafür sollen ihre Arbeitsplätze bis 2016 gesichert werden.

Rosinski nannte als Vergleichsmaßstab das Greifswalder Theater, wo die Beschäftigten auf acht Prozent Gehalt verzichten mussten. Die Gewerkschaften sowie die Rostocker Bürgerschaft müssen diesem Plan noch zustimmen.

Rosinski kündigte zudem Veränderungen im Programm des Volkstheaters an. Er wolle einen größeren Schwerpunkt auf das klassische Theater sowie auf die Oper legen. Dies könnte zu Lasten des Kinder- und Jugendtheaters gehen: Diese Bereiche seien zwar wichtig, brächten aber nicht viel Geld ein, sagte Rosinski. Außerdem sollen mehr Premieren pro Saison aufgenommen werden, um das Programm attraktiver zu machen. Bislang spielt das Volkstheater bei einem Budget von etwa 18 Millionen Euro gerade einmal eine Million pro Jahr ein. Die Idee einer Fusion mit dem Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin, um dieses vor der Insolvenz zu bewahren, nannte Rosinski absurd. Das Rostocker Volkstheater habe jetzt endlich einen Weg aufgezeigt, wie es alleine über die Runden kommen könne. Mit der Rettung eines zweiten Theaters wäre die Rostocker Bühne überfordert, sagte der Geschäftsführer. Ohnehin sei es aus organisatorischen Gründen kaum möglich, dass sich wie bei einer Fusion geplant zwei Theater ein Orchester teilen. Gespräche über einen Zusammenschluss der Mecklenburgischen Staatskapelle und der Norddeutschen Philharmonie ist allerdings eine Bedingung, die die Landesregierung an die Finanzspritze für das Schweriner Theater geknüpft hat.

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