Visitenkarte: Wolfgang Uhlmann

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15. Dezember 2010, 10:30 Uhr

Der am 29. März in Dresden geborene Wolfgang Uhlmann war mit elf Titeln zwischen 1954 und 1986 der erfolgreichste DDR-Spieler. Seit 1956 Internationaler Meister, verlieh ihm Weltverbandes Fide drei Jahre später den Großmeistertitel. Der Sachse nahm von 1956 bis 1990 elfmal für die DDR an der Schacholympiade teil. 1964 in Tel Aviv errang er mit 83 Prozent der möglichen Punkte die Goldmedaille für das beste Resultat am ersten Brett.

Seit 1954 mit dem Zonenturnier in Marienbad (13. Platz) griff Uhlmann in den WM-Kampf ein. 1960 wurde ihm die Einreise zum Zonenturnier in Berg en Dal (NL) verweigert, woraufhin die Teilnehmer aus den anderen Staaten des Warschauer Paktes das Turnier boykottierten. Es wurde 1961 in Marienbad wiederholt. Dort schaffte Uhlmann mit dem 3. Platz erstmals den Einzug ins 62er Interzonenturnier von Stockholm, bei dem er den geteilten 9. Platz belegte. Sein Karriere-Höhepunkt war der geteilte 5. Platz beim Interzonenturnier 1970 in Palma de Mallorca, der gleichbedeutend mit der Qualifikation zu den Kandidatenwettkämpfen war. Das 1971 gegen den Dänen Bent Larsen gespielte Viertelfinale ging für Uhlmann mit 3,5:5,5 verloren. Trotz zweier weiterer Interzonenturnier-Starts (1973 in Leningrad und 1976 in Manila) blieb dies sein einziger Kandidatenwettkampf.

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