Virtuelle Wahlkampfwelten

Obama ist drin, Merkel ist drin, Steinmeier ist drin und jetzt ist auch noch der Papst drin. Sie lächeln von Bildern, lassen Filmchen von sich drehen, betteln um Geld und Stimmen. Seit der Online-Offensive des neuen US-Präsidenten werden die Wähler auch im Internet mit politischen Kampagnen bombadiert. Der Bundestagswahlkampf 2009 wird auch virtuell ausgefochten. Aber wie gut sind die Auftritte? Und was bringen sie den Nutzern? Wir haben sie getestet. Fazit: Steinmeier ist zu langweilig, Merkel duckt sich nicht nur optisch weg, der Papst ist ein wenig zurückgeblieben. Und Obama? Der macht vor, wies richtig geht. Schnöde neue Werbewelt.

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23. Januar 2009, 07:13 Uhr

Die Bundeskanzlerin hat verstanden. Spätestens seit dem jüngsten US-Wahlkampf sei bekannt wie Online-Angebote politische Prozesse prägen können, sagte Angela Merkel (CDU) am Mittwoch in Schwerin. Problem erkannt. Vorbild erkannt. Die Umsetzung lässt auf sich warten. Man startet noch keine Online-Offensive a la Obama, wenn man sich einmal die Woche stocksteif vor eine blaue Wand stellt, eine kurze Ansprache hält und diese ins Internet stellt. Aber immerhin, es ist ein Anfang. Und Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier und seine SPD können potenzielle Wähler noch viel mehr virtuell langweilen. Der Trend allerdings ist klar: Für Botschaften - ob kirchlich wie seit gestern vom Papst oder politisch, wie von Parteien - führt kein Weg am Internet vorbei. Das Motto für Merkel und Co muss heißen: "Lernen von Obama". Denn der öffnet ein interaktives Fenster zur Regierung und füllt es nicht nur mit Bildern, sondern auch mit Inhalt...

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