Splitter : Viel Platz und viele Preise

Das Herzstück des Seehofer Ferienparks: das Kreativ-Zentrum
Das Herzstück des Seehofer Ferienparks: das Kreativ-Zentrum

Ferienpark für viele Projekte geehrt – nächstes Ziel: autarke Energieversorgung

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20. Juni 2016, 10:10 Uhr

Fast ein bisschen versteckt liegt einer der schönsten Campinganlagen der Region direkt am Schweriner Außensee. Der Besitzer der Anlage hört das nicht ganz so gern: „Wir sind ein Ferienpark und begrüßen nicht nur Camper“, sagt Knuth Reuter. Und er hat recht. Seine Anlage umfasst eine Gesamtfläche von 18 Hektar. Normalerweise verfügen Campingplätze mit diesen Ausmaßen über rund 1000 Stellplätze. „Unser Ferienpark verfügt über 380 Stellplätze, davon allein etwa 120 Plätze für Dauergäste. Das war eine bewusste Entscheidung“, erzählt Reuter weiter. Die verbleibenden 260 Stellplätze stehen Tagescampern zur Verfügung, die in der Zeit von März bis Oktober anreisen. Seit 25 Jahren setzt Reuter auf ausreichend Platz zur Erholung. „Nicht immer scheint die Sonne und deshalb ist es umso wichtiger, auch Alternativen zum Sonnenbad anzubieten. Die gibt es bei uns“, sagt Reuter und verweist auf das Kreativzentrum und auch mehrere Auszeichnungen. So wird der Platz seit 1994 jährlich vom ADAC zertifiziert. Er bekam Bronze im Wettbewerb „Vorbildliche Campingplätze in Deutschland 2000“. Auch einen Eco-Camping-Preis bekam Reuter für seinen Ferienpark Seehof. Mittlerweile gibt es 13 dieser Plätze in ganz Europa. „Nächstes Ziel ist es, dass wir uns autark mit Wärme und Strom versorgen“, blickt er voraus. 2011 wurde der Platz erster klimafreundlicher Campingbetrieb Deutschlands. Aber eben nicht nur die Preise sorgen für die jährlich zwischen 3500 und 4500 Anreisen. Das einzige, was derzeit fehlt: „Wir würden uns über Azubis freuen, denn wir bilden Kauffrauen für Freizeit und Tourismus aus“, ergänzt Reuter.

Ein jugendlicher Wunsch für die Zukunft

Die Gemeinde sei kein Dorf nur für Urlauber und Rentner, sagt Wilhelm Karl Scholz. Der jüngste Gemeindevertreter setzt sich für die Jugend in seiner Heimatgemeinde ein. Vor einigen Jahren musste der Jugendclub geschlossen werden, weil das Geld fehlte. Scholz organisierte eine Protestaktion in der Bushaltestelle, seine erste politische Aktion. „So etwas ist immer bitter für eine Kommune, denn die Jugend ist unsere Zukunft“, betont Scholz. Nun, da die finanzielle Lage der Gemeinde wesentlich entspannter ist und Geld in den Sparstrumpf wandern wird, kommt erneut die Forderung nach einem Jugendclub. „Um ein klares Zeichen für die vielen jungen Familien zu setzen, die sich hier angesiedelt haben, sollten wir das Projekt mit Leben erfüllen“, sagt der Abgeordnete. Scholz will das Thema auf die Tagesordnung setzen lassen und erneut mit seinen Mitstreitern über einen Jugendclub verhandeln.

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