Videofahrt im Kanaltunnel

WAG-Mitarbeiter Gunnar Wendt setzte gestern vor dem Arsenal den Videowagen in den Kanalisationsschacht. Foto: Herbert Kewitz
WAG-Mitarbeiter Gunnar Wendt setzte gestern vor dem Arsenal den Videowagen in den Kanalisationsschacht. Foto: Herbert Kewitz

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01. Februar 2008, 06:26 Uhr

Altstadt - Die Mitarbeiter der Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungs GmbH (WAG) haben gestern die Voruntersuchungen für die bevorstehende Sanierung der Alexandrinenstraße abgeschlossen. An insgesamt vier Punkten hatten sie in dieser Woche zuerst das Wasser und zahlreiche Verunreinigungen abgepumpt, um dem Videowagen in etwa vier Meter Tiefe die Fahrt durch den 1,20 Meter hohen und 80 Zentimeter breiten Kanal zu ermöglichen.

WAG-Mitarbeiter Gunnar Wendt steuerte gestern den Videowagen durch den letzten zu untersuchenden Teilabschnitt zwischen Arsenal und Arsenalstraße. „Die Verunreinigungen im Mischwasserkanal sind erheblich. Pro Prüfpunkt haben wir zwischen drei und fünf Kubikmeter Sand herausholen müssen, um den Videowagen einsetzen zu können“, berichtete Wendt.
Mit dem Videowagen wurden dann der Zustand des Kanals und der Hausanschlüsse überprüft, erklärte Andreas Klank von der WAG. „Die digital aufgezeichneten Ergebnisse sind dann Grundlage für die Planer, wo und in welchem Umfang die unterirdische Sanierung der Alexandrinenstraße erfolgen muss“, sagte Klank.

Die bisher analysierten Ergebnisse zeigen, dass der Kanal noch in einem recht guten Zustand ist. „Wir hoffen, den Bereich zwischen Arsenalstraße und Straße Zum Bahnhof im so genannten Inliner-Verfahren sanieren zu können“, erklärte Klank. Das bedeutet, dass der Kanal in diesem Bereich mit einer Art Schutzschicht ausgekleidet wird, die anschließend aushärtet. Die Straße muss dafür nicht aufgebuddelt werden.

Anders sieht es im Bereich zwischen der Straße Zum Bahnhof und der Knaudtstraße aus. Andreas Klank: „Hier werden wir den Kanal in offener Bauweise sanieren müssen.“
Ein Baubeginn und die Fertigstellung sind laut Amt für Verkehrsmanagement der Stadt für dieses Jahr geplant.

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