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23. Oktober 2017 | 11:38 Uhr

Verschwunden und wiedergefunden

vom

svz.de von
erstellt am 09.Dez.2011 | 09:28 Uhr

Schwerin/Berlin | In Deutschland werden pro Jahr rund 100 000 Menschen als vermisst gemeldet. Zwischen 250 und 300 Fahndungen kommen am Tag dazu. Ebenso viele Fälle klären sich pro Tag auf.

Die meisten Vermisstenfälle erledigen sich allerdings innerhalb von Stunden oder Tagen. Dann tauchen die meisten Menschen unversehrt wieder auf. Laut Bundeskriminalamt erledigen sich die Hälfte aller Vermisstenfälle innerhalb einer Woche, innerhalb eines Monats werden 80 Prozent der Vermissten wiedergefunden. Nur drei Prozent der Vermissten bleiben länger als ein Jahr verschwunden.

Rund ein Drittel aller Vermissten sind männlich, die Hälfte Kinder und Jugendliche. Bei Letzteren sind Vermisstenfälle besonders emotional. Durch die große öffentliche Aufmerksamkeit haben viele Menschen Angst um ihre Kinder. Nicht selten macht sich der Eindruck breit, es würden immer mehr Kinder verschwinden und verschwunden bleiben. Laut Statistiken des BKA ist das aber nicht der Fall. Innerhalb der vergangenen 60 Jahre wurden rund 500 Fälle vermisster Kinder (bis 13 Jahre) nicht aufgeklärt. Ein Großteil dieser Kinder sind allerdings entweder Flüchtlingskinder oder wurden ihren Sorgeberechtigten entzogen. In beiden Fällen liege meist keine Gefahr für die Kinder im polizeilichen Sinne vor, heißt es vom BKA. "Anfang Oktober waren in Deutschland 8613 Menschen vermisst", sagt Marianne Falasch vom Bundeskriminalamt.

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