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18. Oktober 2017 | 02:28 Uhr

Vermisst – und dann?

vom

svz.de von
erstellt am 09.Dez.2011 | 10:14 Uhr

Wenn Menschen plötzlich verschwinden, werden sie meist von Verwandten, Freunden oder Bekannten bei der Polizei als vermisst gemeldet. Die Polizei leitet dann eine Vermissten-Fahndung ein. Kriterien dafür sind, dass ein Mensch seinen gewohnten Lebenskreis verlassen hat, der Aufenthaltsort unbekannt ist oder der Vermisste in Gefahr (beispielsweise Opfer einer Straftat oder Selbstmordabsicht) ist.
Ein Problem bei vielen Vermisstenfällen: Erwachsene, die geistig klar und körperlich stabil sind, dürfen in Deutschland ihren Aufenthaltsort frei wählen. Auch ohne ihren Angehörigen und Freunden davon zu erzählen. Wer sich aus dem Staub machen will, der darf das. Selbst wenn eine ratlose Familie zurückbleibt. Deshalb gilt: Ist keine Gefahr „für Leib und Leben“, wie es im Polizeideutsch heißt, gegeben, ermittelt die Polizei auch nicht. Kann eine Gefährung des Vermissten nicht ausgeschlossen werden, leitet die Polizei eine Ermittlung des Aufenthaltsortes ein. Findet die Polizei den Vermissten, muss dieser zustimmen, ob er mit der Weitergabe seines Aufenthaltsortes an die Angehörigen einverstanden ist. Ist er es nicht, dann sind der Polizei die Hände gebunden, die Angehörigen erfahren dann nichts über den konkreten Verbleib der Person.


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