Durststrecke A 20 : Verkehrsminister geht in die Offensive

Foto:

Neue Ausschreibung – auf dem Ostabschnitt der Autobahn fehlen drei Raststätten

svz.de von
06. März 2014, 22:00 Uhr

Bei der Vergabe von Raststätten–Konzessionen an der Ostseeautobahn A 20 nimmt die Landesregierung einen neuen Anlauf. Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) hat den Betrieb für die einseitige Rastanlage „Demminer Land“ zwischen den Abfahrten Jarmen und Anklam ausgeschrieben. „Bis Frühjahr 2015 könnte der Zuschlag erfolgen“, sagte Ministeriumssprecher Steffen Wehner auf Anfrage unserer Redaktion. 2016 könnte dann die fertige Anlage von Autofahrern genutzt werden.

Im Bundesdurchschnitt gibt es alle 60 Autobahn-Kilometer eine Raststätte. Für den A 20-Abschnitt in MV wurden fünf Rastanlagen geplant, von denen bis jetzt lediglich „Fuchsberg“ und „Schönberger Land“ auf dem Westteil der Trasse eröffnet wurden. Doch auf den 200 Kilometern östlich des Autobahnkreuzes Rostock gibt es auch zehn Jahre nach Fertigstellung der Verkehrsader keine Möglichkeit, direkt an der Autobahn zu tanken oder zu speisen. Für die drei geplanten Anlagen „Lindholz“, „Demminer Land“ und „Brohmer Berge“ wurden zwar Abfahrten und Brücken gebaut, doch es fehlen Investoren. Die Flächen werden lediglich als Parkplätze genutzt.

Bereits 2007 war die Landesregierung mit der Ausschreibung einer Raststätte gescheitert. Für die „Brohmer Berge“ bei Friedland fand sich kein Bewerber. Grund: Das Verkehrsaufkommen ist auf dem östlichen A 20-Abschnitt über das ganze Jahr zu niedrig, um Raststätten mit 24-Stunden-Service wirtschaftlich betreiben zu können.

Darum ist man im Ministerium bereit, möglichen Investoren bei den Öffnungszeiten Konzessionen zu machen. Doch der Bund rückt von der 24-Stunden-Öffnung nicht ab. Zurzeit werde geprüft, ob es sinnvoll wäre, sich nur auf einen Kiosk mit Sanitäranlagen aber ohne Tankstelle zu einigen, hieß es aus dem Schweriner Ministerium.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen