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16. August 2017 | 17:21 Uhr

Splitter : Verein bereichert Dorfleben

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Kino- und Literaturabende, Radtouren oder Wanderungen kommen an

Auf schönes Wetter hofft der Kultur- und Heimatverein Pinnow am Freitag. Dann wird um 22.30 am Gemeindezentrum der Film „Taubenjule“ gezeigt, der 1982 in der Gemeinde gedreht worden ist. Es ist der 91. Film, den der Verein präsentiert. Sollte es an diesem Abend regnen, geht es in den Gemeindesaal.

Die Kinoabende seien immer gut besucht, erzählt Vereinschef Klaus-Michael Glaser. Auch der Klassiker „Feuerzangenbowle“, der nahezu jedes Jahr im Dezember auf die Leinwand kommt.

Aber die Filmabende sind nicht das einzige Angebot des Vereins. Auf große Resonanz stoßen auch die Literatur-Abende, die Liane Römer sehr ideenreich gestaltet. Sie bezieht Einwohner aus Pinnow und Godern mit ein, gewinnt Autoren aus der Gemeinde für Lesungen, zeigt sich selbst auch schon mal im Dichter-Kostüm…

Neben der Kultur kommt die Heimatgeschichte nicht zu kurz, betont der Vereinsvorsitzende. Seine Stellvertreterin Inge Lehner, die sich um die Ortschronik kümmert, geht mit den Pinnowern auf „Zeitreise“. Wanderungen zur Geschichte von Pinnow und Godern bietet Herbert Remmel an, Kurt Juhl erkundet mit Radlern die nähere Umgebung und der Schweriner Heinz Sluschny unternimmt bKinootanische Wanderungen.

„Wir versuchen schon“, so Glaser, „ein breites Spektrum anzubieten.“ Nicht nur für Vereinsmitglieder! Die Veranstaltungen sind öffentlich. Und nicht selten begrüßen die Pinnower Gäste aus Schwerin oder den Nachbargemeinden.

Der Verein ist von zehn auf 100 Mitglieder angewachsen. Gegründet wurde er 1999 – der Start sei etwas holprig verlaufen. Seit 2002 ist Glaser Vereinschef. „Wir haben zunächst mit kleinen Veranstaltungen und ohne großes finanzielles Risiko weitergemacht.“ Heute bereichert der Kultur- und Heimatverein das Dorfleben enorm.

 

Ein Ohrenschmaus für Musikliebhaber

Bläsermusik aus vier Jahrhunderten erklingt am Freitag, 8. Juli, in der Dorfkirche Pinnow. Der Posaunenchor Crivitz, in dem auch mehrere Pinnower spielen, gibt um 19.30 Uhr unter dem Motto „Pinnower Ohrenschmaus“ ein Benefizkonzert. Diese Musikreihe gibt es seit vier Jahren. Natürlich wurden auch schon vorher Konzerte in der Kirche angeboten. Das Besondere aber sei, so erklärt Pastor Tom Ogilvie, dass die Kirchengemeinde und der Förderverein Pinnower Orgel gemeinsam zu diesen Veranstaltungen einladen. Vorher habe die Kirchengemeinde sie allein organisiert.

Die Spenden aus den Konzerten kommen dem Förderverein zugute, der Geld für die Anschaffung einer neuen Kirchenorgel sammelt. Auch wenn es mühsam sei, das Geld zusammenzutragen, so steigen die Einnahmen doch stetig, freut sich der Pastor. 60  000 Euro sind es bislang. Vom Kirchenkreis Mecklenburg erhoffen sich die Pinnower Fördermittel in Höhe von 40  000 Euro. Damit wäre dann die Hälfte der Anschaffungskosten zusammen. Die neue Orgel, die dringend nötig sei, kostet 200  000 Euro.

„Wir freuen uns über die Unterstützung der Chöre und Instrumentalisten, die ja immer auf ihre Gage verzichten“, betont Pastor Ogilvie. Zu den musikalischen Höhepunkten gehört das Konzert „Pinnow für Pinnow “ im September – Chorleiterin Christa Maier gewinnt dafür bis zu 60 Mitwirkende – und die Adventsmusik zum Zuhören und Mitsingen im Dezember.

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