Verbraucherschützer warnen vor neuartigen Auktionsportalen

Sie heißen Hammerdeal, Luupo oder Rabattschlacht und locken mit Neuwagen oder Edel-Uhren zum Spottpreis. Doch Verbraucherschützer warnen jetzt vor den neuartigen Internet-Auktionshäusern: Anders als bei eBay muss bei den Portalen bereits für die einzelnen Gebote bezahlt werden.

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15. Februar 2009, 02:01 Uhr

Hamburg (dpa) - «Diese Auktionen sind wie Glücksspiele», sagte der Sprecher der Verbraucherzentrale Nordrhein- Westfalen, Georg Tryba, dem Magazin «Focus». Die Angebote seien «keinesfalls dazu geeignet, gezielt günstig einzukaufen». Unter Umständen böten Käufer am Ende viel mehr als nötig. «Dagegen erhält der Auktionsbetreiber oft ein Vielfaches des Kaufpreises», erklärte Tryba.

Die neuen Online-Auktionen funktionieren nach unterschiedlichen Spielregeln. Bei Hammerdeal ist dem Bericht zufolge nicht das höchste, sondern das niedrigste allein stehende Gebot erfolgreich. Bei Rabattschlacht und Luupo etwa sinken die Preise. Die jeweiligen Summen sind allerdings nicht sichtbar. Möchte ein Mitspieler bei Rabattschlacht das gültige Angebot wissen, muss er 80 Cent zahlen. Gefällt dem Spieler das Angebot, kann er sofort zuschlagen. Will er warten, bis das Produkt noch günstiger wird, hat er seinen Einsatz verspielt.

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