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24. September 2017 | 21:37 Uhr

Urlaubsziel an der Adria

vom

svz.de von
erstellt am 28.Jun.2013 | 02:18 Uhr

Die fast 1800 Kilometer lange Küste und Hunderte Inseln machen Kroatien zum beliebten Urlaubsland. Rund 20 Prozent des kroatischen Bruttoinlandsprodukts gehen auf den Fremdenverkehr zurück. Von den 11,8 Millionen Touristen, die das Land 2012 besuchten, kamen 1,85 Millionen aus Deutschland. Neben Italien gehört Deutschland zu den wichtigsten Handelspartnern.

Zahlen und Fakten

Fast 90 Prozent der rund 4,4 Millionen Kroaten sind römisch-katholisch, 4,4 Prozent orthodox und etwa 1,3 Prozent muslimisch. In der Hauptstadt Zagreb leben nach Angaben des Auswärtigen Amtes etwa 793 000 Menschen. Regierungschef ist seit Dezember 2011 der Sozialdemokrat Zoran Milanovic. Mit gut 56 000 Quadratkilometern ist Kroatien knapp doppelt so groß wie Brandenburg. Die frühere jugoslawische Teilrepublik ist seit 2009 Mitglied der Nato. Im Oktober 2005 begannen die Beitrittsverhandlungen mit der EU. In einem Referendum im Januar 2013 stimmten die Kroaten mit zwei Dritteln der abgegebenen Stimmen für den Beitritt.

Hoffnung auf ein besseres Leben

Was bringt der EU-Beitritt Kroatiens seinen Bürgern? Fluch oder Segen - darüber gehen die Meinungen in diesem Adrialand weit auseinander. Die Zagreber Zeitung „Jutarnji list“ hat den Bürgern in dieser Woche einen mehrteiligen „Führer für ein besseres Leben ab dem 1. Juli“ in die Hand gegeben, weil der Beitritt „unser Leben radikal verändern wird“. Es gibt Tipps und Tricks für den Einkauf sowie die Arbeitsplatzsuche, medizinische Behandlungen und Studien im Ausland.

Aber überall schwingt in diesen Tagen auch die Angst mit, Kroatien könne vom viel reicheren EU-Ausland regelrecht aufgekauft werden. Bange Blicke richten sich auf den Immobiliensektor. Dort befürchten sehr viele Kroaten, reiche Ausländer schnappten ihnen die noch freien schönen Grundstücke an der atemberaubenden Adriaküste weg.

Die Vorteile der EU bekommt das Neumitglied noch im Beitrittsjahr zu spüren. Schon bis zum Ende des laufenden Jahres sollen schätzungsweise über 700 Millionen Euro aus verschiedenen EU-Fonds von Brüssel nach Zagreb fließen. Die möglichen Segnungen der EU trafen das Land erstmals ein paar Tage vor dem Beitrittstermin. Seit dem vergangenen Wochenende machen zwei ausländische Energieunternehmen - eines davon das Essener RWE - dem staatlichen heimischen Strommonopolisten HEP Konkurrenz. Die Konkurrenten versprechen in ihrer Werbung bis zu 30 Prozent billigeren Strom. Die kroatischen Verbraucherschützer errechneten jedoch, die Ausländer böten Strom um sieben Prozent günstiger an als der jahrzehntelange Monopolist.

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