Unverwechselbar streitbar

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24. Januar 2013, 10:01 Uhr

Am 16. Oktober 1927 wurde Günter Grass in Danzig geboren, als Sohn eines Lebensmittelhändlers.

1946/1947 absolvierte er ein Praktikum als Steinmetz, studierte dann von 1948 bis 1956 in Düsseldorf und Berlin Grafik und Bildhauerei. Ab 1956 - damals hatte er schon erste Ausstellungen - begann er auch zu schreiben. "Die Blechtrommel", seinen ersten Roman, verfasste Grass in Paris. Das Buch kam 1959 heraus, wurde in Teilen der Öffentlichkeit ein Skandal und machte seinen Autor berühmt.

Grass gehörte seit 1957 der "Gruppe 47" an, dem einflussreichen Autorenforum der westdeutschen Nachkriegszeit.

1961 lernte Grass den SPD-Politiker Willy Brandt kennen und unterstützte den Kanzlerkandidaten im Wahlkampf unter anderem mit der Schrift "dich singe ich demokratie - loblied auf willy". Grass engagierte sich seitdem immer wieder politisch für die Sozialdemokraten. Allerdings sprach er sich 1990 gegen den damals eingeschlagenen schnellen Weg zur Wiedervereinigung aus.

1999 erhielt Grass den Nobelpreis für Literatur.

2006 erregte Grass Aufsehen mit seinem Eingeständnis, im Zweiten Weltkrieg in der Waffen-SS gewesen zu sein.

2012 eckte er mit seinem Prosagedicht "Was gesagt werden muss" an, in dem er Kritik an der israelischen Politik gegenüber dem Iran übte.

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