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Unterkühlt und abgemagert: Igel zittern sich ins Leben zurück

vom

svz.de von
erstellt am 13.Mär.2012 | 10:28 Uhr

Ein Wunder der Natur: Wenn sich der Igel Anfang November in seine Laubhöhle zum Winterschlaf zurückzieht sinkt seine Körpertemperatur von 40 Grad auf 3 bis 5 Grad. Zum Überleben in der kalten und nahrungsarmen Jahreszeit wird der Energiebedarf auf ein Minimum reduziert. "Das Herz schlägt nur noch 2 - bis 12-mal pro Minute", sagt Eva Goris, Sprecherin der Deutschen Wildtier Stiftung Hamburg. Normal sind für einen Igel 200 Herzschläge pro Minute. Doch trotz Energiesparmodus magert der Igel ab und verliert bis zum Frühjahr 30 Prozent seines Körpergewichts. Im Frühjahr kehrt wieder Leben in den Körper des Igels. "Die Tiere zittern sich mehrere Stunden lang warm", berichtet Eva Goris. Die Energie dafür holt sich das Stacheltier aus einem speziellen braunen Fettgewebe, das im Schulter- und Nackenbereich des Winterschläfers liegt. "Sollte jetzt im Frühjahr jemand einen zitternden Igel finden, bitte nicht stören", empfiehlt Tierexpertin Eva Goris.

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