Universität Rostock plant doppelte Doktortitel mit US-Hochschule

Prof. Bernd Lampe Foto: NNN
Prof. Bernd Lampe Foto: NNN

von
08. Februar 2008, 11:14 Uhr

Rostock - Neuer Gefährte in Übersee für Forschung, Lehre und Kultur: Die Rostocker Universität hat einen Vertrag mit der amerikanischen North Carolina State University geschlossen. Ein Ergebnis langjähriger gemeinsamer Forschungen.

Prorektor und Professor Larry Nielsen von der North Carolina State University (NCSU) und der Rostocker Prof. Norbert Stoll haben ihre Unterschriften unter einen gemeinsamen Vertrag gesetzt. So verpflichteten sie beide Hochschulen, in den Bereichen Forschung, Lehre und Kultur an einem Strang zu ziehen.

Ist dieser bürokratische Schritt notwendig? Seit mehreren Jahren betreiben beide Einrichtungen „intensive, gemeinsame Forschungen“, wie Prof. Bernhard Lampe mitteilt. Jetzt soll eine so genannte Doppelgraduierung die Partner offiziell aneinander binden. Studenten können nun von beiden Hochschulen einen Doktorgrad anerkannt bekommen.

Professoren rutschen enger zusammen
Auch in der alltäglichen Arbeit sollen Professoren auf beiden Kontinenten enger zusammenrücken. Mehr persönliche Besuche und Arbeitstreffen können die Beziehungen vertiefen. Beide Unis wollen Gastprofessoren der jeweils anderen berufen: Längere Aufenthalte und Arbeiten an der Partnerhochschule fördern gemeinsame Publikationen.

Unterstützung aus Übersee erhielten seit Jahren das Institut für Automatisierungstechnik (Fakultät für Informatik und Elektrotechnik), das Institut für Präventivmedizin (Medizinische Fakultät) und das „Center for Life Science Automation“ (celsica). In Carolina gab es Gedankenaustausch und gemeinsame Projekte mit den „Departments“ für „Industrial Engineering“ (industrielles Ingenieursarbeiten), Systemtechnik sowie Informatik und Elektrotechnik.

Auch beide Universitätsstädte stacheln die Pläne ihrer ansässigen Forschungsanstalten an. Rostock und Raleigh, Hauptstadt des Bundesstaates North Carolina, wollen umfangreiche Projekte ins Leben rufen. Darunter Austausch zwischen Schülern und gegenseitige Besuche von Sport- und Kulturgruppen. Beide Oberbürgermeister haben sich bereits mehrmals bei persönlichen Besuchen näher kennengelernt. Auch das Land entsendete bereits mehrere Delegationen in den Vereinigten Staaten.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen