UNICEF will Vertrauen zurückgewinnen - „Keine Spenden veruntreut“

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06. Februar 2008, 12:07 Uhr

Berlin - Die in die Krise geratene Hilfsorganisation UNICEF Deutschland hat Untreue-Vorwürfe zurückgewiesen und mehr Transparenz bei der Spendenwerbung angekündigt.

„Zweifellos befindet sich das Deutsche Komitee von UNICEF in einer Krise“, sagte der neue Vorsitzende Reinhard Schlagintweit am Mittwoch in Berlin. Die Vertrauenskrise sei entstanden, weil die verbreitete Praxis hochprofessioneller Spendenwerbung nicht ausreichend offengelegt worden sei, sagte Schlagintweit. Das Hauptziel, die Spendentätigkeit fortzusetzen, könne nur auf der Basis des Vertrauens erreicht werden.

Der Vorsitzende kündigte „neue Konzepte der Kommunikation und der Erkenntnis“ an. Vorwürfe richtete Schlagintweit gegen seine Vorgängerin Heide Simonis, die zurückgetreten war. Ihr habe die Fähigkeit gefehlt, sich in einer schwieriger Situation voll hinter das Komitee zu stellen.

UNICEF-Botschafterin Sabine Christiansen sagte, sie sei mehr als traurig, weil begangene Fehler und die aktuelle Krise jahrzehntelange Arbeit beschädigt hätten. „Hier sind keine Spenden veruntreut worden“, versicherte sie. Im Krisenmanagement seien allerdings Fehler gemacht worden. Sie wolle sich nun noch stärker engagieren, kündigte Christiansen an.

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