Und täglich grüßt der Robbie

Popstar Robbie Williams ist dem Drogen-Tod nach eigenen Angaben nur knapp entronnen.
Popstar Robbie Williams ist dem Drogen-Tod nach eigenen Angaben nur knapp entronnen.

Nach zweieinhalb Jahren Pause will es Robbie Williams wieder wissen: Der Popstar plant ein großes Comeback inklusive Album und "Welt-Tournee". Kein Wunder, dass er derzeit immer etwas zu erzählen hat.

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09. Oktober 2009, 12:40 Uhr

London (dpa) - Robbie Williams lauert überall. Fast jeden Tag hat der britische Popstar etwas Wichtiges zu vermelden: Der 35-Jährige spricht über seine Tablettensucht, über eine mögliche Heirat mit seiner Freundin oder über eine mögliche Wiedervereinigung mit seiner Ex-Band Take That.

Das alles hat natürlich weniger den Zweck, die Welt über sein Leben zu informieren, als vielmehr sein Comeback zu promoten. Nach zweieinhalb Jahren Pause will es Williams wieder wissen. Am Montag kommt seine Single «Bodies» in den Verkauf, danach steht eine «Welt-Tournee» via Kinoübertragung an und ab November soll das neue Album «Reality Killed The Video Star» zum Kassenschlager werden.

Krise im kalifornischen Exil

Die Presse stürzt sich förmlich auf Williams, oder er stürzt sich auf sie - so genau weiß man das nicht. Am Donnerstag erzählte Williams zum Beispiel, dass er vor etwa zwei Jahren dem Medikamenten-Tod nur knapp entronnen sei. Neu ist das zwar nicht, macht aber Schlagzeilen. Damals - an seinem 33. Geburtstag im Jahr 2007 - kam er in eine Entzugsklinik in den USA. Es wurde still um einen der angesagtesten Popstars, der mit Songs wie «Angels» oder «Feel» Frauenherzen zum Schmelzen und mit Hits wie «Let Me Entertain You» auch Männer zum Tanzen brachte. Aus seinem Exil in Kalifornien drangen nur vereinzelt seltsam anmutende Nachrichten über angebliche UFO-Sichtungen oder über seinen wachsenden Körperumfang nach draußen.

Jetzt allerdings ist alles wieder im Lot. Robbie ist zurück in seiner Heimat, er hat kein Übergewicht mehr und von UFOs ist auch nicht mehr die Rede. «Alles scheint richtig, richtig gut zu laufen», erklärte der 35-Jährige in der Zeitung «The Sun». «Ich war ziemlich überwältigt, wie die Leute mich wieder aufgenommen haben.» Doch die Erwartungen sind groß - zählt Williams mit 55 Millionen verkauften Platten doch zu den erfolgreichsten Popstars Großbritanniens. Einen Flop wie das letzte Album «Rudebox» (2006) soll es nicht mehr geben.

Williams-Konzert vermutlich auch in Deutschland zu sehen

Deshalb läuft die PR-Maschinerie auf Hochtouren. Am Sonntag steht bei der britischen Casting-Show «X Factor» Robbies Auftritt an. Am 20. Oktober ist ein Konzert in London geplant. Es wurde groß angekündigt als «Welt-Tournee» - schließlich wird der Auftritt live in fast 200 Kinos weltweit übertragen. Auch in Deutschland sind mehrere Übertragungen geplant: In Berlin, München, Düsseldorf, Karlsruhe und Halle. Und im November soll Robbie auch bei «Wetten,dass...?» auftreten. Ein Ersatz für eine große Live-Tournee ist das alles freilich nicht. Aber die wagt der Brite nicht, denn er leidet unter Lampenfieber, wie er kürzlich offenherzig gestand.

Bei seiner Werbe-Tour setzt Williams auch auf die Schützenhilfe seiner ehemaligen Band-Kollegen von Take That. Denn die haben mit ihrem Album «The Circus» schon geschafft, auf was Williams noch hofft: Das erfolgreiche Comeback. Und so werden immer weiter Gerüchte lanciert, dass es die komplette Re-Union der Jungs gibt. 1996 hatte Williams die Band im Streit wegen seiner Party-Exzesse verlassen, doch jetzt hätten sie sich alle wieder versöhnt, sagt Williams. «Die Wiedervereinigung wird passieren», kündigte er an - allerdings nicht ohne seine Fans gleich wieder zu enttäuschen. «Aber nicht in den kommenden zwei Jahren.»

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