Umstrittene Biografie über Tom Cruise im deutschen Buchhandel

Die umstrittene Biografie über den US-Schauspieler Tom Cruise (45) wird seit Donnerstag in den Buchläden in Deutschland verkauft. Das Buch «Tom Cruise - Der Star und die Scientology- Verschwörung» des britischen Autors Andrew Morton zeige Hintergründe auf, ohne zu spekulieren, sagte eine Pressesprecherin der Verlagsgruppe Droemer-Knaur am Donnerstag in München. Foto: Paul Buck, dpa
Die umstrittene Biografie über den US-Schauspieler Tom Cruise (45) wird seit Donnerstag in den Buchläden in Deutschland verkauft. Das Buch «Tom Cruise - Der Star und die Scientology- Verschwörung» des britischen Autors Andrew Morton zeige Hintergründe auf, ohne zu spekulieren, sagte eine Pressesprecherin der Verlagsgruppe Droemer-Knaur am Donnerstag in München. Foto: Paul Buck, dpa

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17. Januar 2008, 03:46 Uhr

München - Die umstrittene Biografie über den US-Schauspieler Tom Cruise (45) wird seit Donnerstag in den Buchläden in Deutschland verkauft. Das Buch „Tom Cruise - Der Star und die Scientology- Verschwörung“ des britischen Autors Andrew Morton zeige Hintergründe auf, ohne zu spekulieren, sagte die Pressesprecherin der Verlagsgruppe Droemer-Knaur, Susanne Klein, am Donnerstag in München. In der Biografie behauptet Morton, Cruise sei der zweite Mann an der Spitze der Scientology-Organisation. Morton hatte bereits mit einer Biografie über Prinzessin Diana für Aufsehen gesorgt.

Der Anwalt des 45-jährigen Schauspielers und die Scientology- Organisation wiesen die Vorwürfe zurück. Die Behauptung sei nicht nur falsch, sondern lächerlich, erklärte Scientology nach Angaben des US- Fernsehsenders NBC. Cruise sei nur ein Gemeindemitglied und habe weder eine offizielle noch eine inoffizielle Position in der Hierarchie, weder als zweiter noch als hundertster in der Rangfolge, so Scientology weiter. Cruises Anwalt Bert Fields nannte das Buch laut „USA Today“ sogar verleumderisch, ließ aber offen, ob der Schauspieler dagegen klagen will. Nach Angaben des Verlags ist das Buch unter anderem auch in den USA und Frankreich erschienen.

Ausgerechnet in diesen Tagen tauchte im Internet ein angeblich vier Jahre altes, internes Scientology-Werbevideo auf, in dem Cruise sich nachdrücklich zu seiner Mitgliedschaft bei Scientology bekennt. Es sei ein Privileg, sich Scientologe zu nennen, das man sich verdienen müsse.

Beim Verlag Droemer in München waren nach Auskunft Kleins am Donnerstagvormittag noch keine Reaktionen von Scientology oder aus dem Umfeld von Cruise eingegangen. Sprecherin Klein wies die Kritik an dem Werk zurück. „Es ist viel berichtet worden in Unkenntnis des Buches“, sagte sie.

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