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Chronologie : Überschwemmungen, Deichbrüche, Verkehrschaos

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Für Mitte Mai bis Anfang Juli listet das Innenministerium elf betroffene Bundesländer auf: - ein Rückblick

von
erstellt am 06.Jun.2014 | 11:44 Uhr

Die schwere Flut hat 2013 große Teile Deutschlands und einige Nachbarländer wie Tschechien heimgesucht. Für Mitte Mai bis Anfang Juli listet das Innenministerium elf betroffene Bundesländer auf. Ein Rückblick:

26./27. Mai: Der vermutlich regenreichste Ort ist Sankt Englmar (Bayern). Dort fallen innerhalb einer Nacht 97 Liter pro Quadratmeter. Heftigen Regen gibt es auch in Niedersachsen, Hessen, Thüringen und Sachsen. Teilweise treten Flüsse über die Ufer.

30. Mai: Das erste Todesopfer wird aus Niedersachsen gemeldet. Bei Hannover stirbt eine Radfahrerin, die in den Fluss Leine geschwemmt wurde.

2. Juni: In Städten und Kreisen in Bayern, Thüringen und Sachsen gilt Katastrophenalarm. Tschechiens Regierung ruft den Notstand aus.

3. Juni: In Bayern, Thüringen und Sachsen müssen Zehntausende ihre Häuser verlassen. In Passau erreicht die Donau mit 12,80 Metern den Höchststand seit 1501.

4. Juni: Kanzlerin Angela Merkel verspricht Opfern bei einem Besuch in den Flutgebieten mindestens 100 Millionen Euro für rasche Hilfen. In Deggendorf und Straubing (Bayern) sowie in Bitterfeld (Sachsen-Anhalt) müssen rund 10 600 Menschen ihre Häuser verlassen.

5. Juni: Mit 8,09 Metern wird am Pegel Halle-Trotha (Sachsen-Anhalt) der höchste Stand der Saale seit 400 Jahren gemessen. Auch die Elbe steigt weiter.

7. Juni: Bundesweit kämpfen 70 000 Feuerwehrleute und mehr als 11 300 Bundeswehrsoldaten gegen die Flut. Die südbrandenburgische Kleinstadt Mühlberg an der Elbe wird geräumt.

9. Juni: In Magdeburg müssen sich 23 000 Menschen in Sicherheit bringen. Anschlagsdrohungen gegen Deiche lösen zusätzlich Unruhe aus. Bundespräsident Gauck besucht Flutgebiete an Saale und Elbe.

10. Juni: Tausende müssen sich nach einem Deichbruch bei Fischbeck in Sicherheit bringen. Die ICE-Strecke über die Elbe wird gesperrt – für fünf Monate.

11. Juni: Während sich die Lage in Sachsen weiter entspannt, bleiben die Wassermassen zum Beispiel in Brandenburg bedrohlich. Unwetter in Bayern führen zu einer neuen Hochwasserwelle auf der Donau.

12. Juni: Das Wasser bedroht nach dem Deichbruch bei Fischbeck tausende Menschen, es kommt zu Evakuierungen. In anderen Hochwasserregionen sinken oder stagnieren die Pegelstände allmählich.

14. Juni: Ein Ende der Katastrophe ist in Sicht, Menschen dürfen wieder in ihre Häuser zurück – allerdings nicht in Sachsen-Anhalt. Dort müssen Tausende in über 20 Ortschaften ihre Wohnungen verlassen.

15. Juni: In Sachsen-Anhalt werden Lastkähne in der Elbe versenkt, um eine rund 90 Meter lange Lücke im Deich zu verkleinern. Später schließen Helfer das Leck mit einem weiteren Schiff.

19. Juni: Das Hochwasser geht zurück – mehrere tausend Menschen, vor allem in Sachsen-Anhalt, können aber noch nicht in ihre Häuser zurück .

28. Juni: Der Bundestag billigt einen Hilfsfonds für die Flutopfer in Höhe von acht Milliarden Euro.

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