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23. November 2017 | 08:38 Uhr

Überraschungsbesuch beim DRK

vom

svz.de von
erstellt am 16.Nov.2011 | 08:47 Uhr

Südstadt | Große Augen hat es gestern im Blutspendeinstitut des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) gegeben. Mit frischem Gebäck und heißem Kaffee überraschten die Norddeutschen Neuesten Nachrichten die fleißigen Helferinnen der Einrichtung. DRK-Referentin Silke Hufen nutzte die neue Aktion "NNN-Kaffeeplausch", um sich bei den 17 Damen für ihren jahrelangen Einsatz zu bedanken.

Viele sind schon seit Jahren dabei

Eigentlich trafen sich die Frauen zu einer kleinen medizinischen Schulung mit Dr. Kirstin Schnurstein. Dass danach noch eine Überraschung auf sie wartet, wusste keine der Damen. "Das ist super. Es ist schön zu merken, dass unsere Arbeit anerkannt wird", sagt Brigitte Römer und nimmt sich noch ein Stück Gebäck, das die Stadtbäckerei Junge extra für die Aktion zusammengepackt hat. Die 69-jährige Rostockerin ist seit nunmehr 20 Jahren bei der DRK-Blutspende tätig. Zusammen mit den anderen hilft sie, die Rostocker nach der Spende zu betreuen und mit Essen zu versorgen.

"Es gibt Kartoffelsalat und Würstchen, Kaffee, Kuchen und viel anderes", erzählt Römer. Sie ist vor allem bei den Spendeaktionen in der Innenstadt im Einsatz. Noch heute kann sich die Rentnerin erinnern, wie sie 1991 ehrenamtliche Helferin wurde. "Ich verlor meine Arbeit und um nicht unterzugehen, suchte ich mir eine Beschäftigung." Die Tätigkeit beim DRK macht ihr auch heute noch viel Spaß und Freude. Aufhören will Römer noch lange nicht.

Mehr Menschen sollten spenden

Die Chance, anderen Menschen zu helfen und beschäftigt zu sein, brachte viele der Frauen zum DRK. Auch Sigrid Werner, die seit zwei Jahren dabei ist, suchte eine Aufgabe für die Zeit nach dem Beruf. Neben der Unterstützung bei den Blutspendeaktionen ist die 68-Jährige auch beim betreuten Wohnen aktiv und begleitet eine schwerbehinderte Frau im Alltag. "Sich nützlich zu machen, bringt mir sehr viel Spaß", sagt Werner. Schon bei ihrem Beruf als Personalreferentin liebte sie den Kontakt zu Menschen. Besonders viel Freude hat sie bei Aktionen in Schulen.

Was es bedeutet, auf Blut von anderen Menschen angewiesen zu sein, weiß Clarissa Müller. Die 60-Jährige benötigte vor einiger Zeit zwei Konserven und unterstützt seit April nun selbst das DRK. "Ich musste nicht lange überlegen, als man mich fragte, ob ich Lust hätte", so Müller. Sie selbst würde sich wünschen, dass mehr Rostocker zu den Aktionen kommen. So schlimm sei der Piks in den Arm auch gar nicht, versichert sie. "Ich sage immer, man soll sich nicht so anstellen", so Müller. Einige der Frauen haben bereits ihren neuen Einsatzplan. Brigitte Römer wird morgen von 8 bis 12 Uhr im Wiro-Kundencenter in der Langen Straße 38 die Blutspender mit Essen versorgen und Händchen halten, falls einigen doch schwindelig wird. Ein großes Wiedersehen mit allen Helferinnen gibt es dann am 7. Dezember bei der DRK-Weihnachtsfeier. Schon jetzt freuen sich die Frauen auf das Treffen.

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