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18. Dezember 2017 | 17:53 Uhr

TV-Serienhit ist für den Grimme-Preis nominiert

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Realität gegen Fiktion: Bjarne Mädel spielt im Fernsehen den Gebäudereiniger „Schotty“ – und ist dafür zum dritten Mal für die begehrte Auszeichnung im Rennen

von
erstellt am 07.Feb.2015 | 15:45 Uhr

Er ist ein komischer Kauz und kommt ein wenig trottelig daher. Sein Humor ist trocken, seine Ausstrahlung lässt zu wünschen übrig. Der Arbeitsalltag des Hamburger Gebäudereinigers Heiko „Schotty“ Schotte ist ungewöhnlich. Er putzt überall die Reste weg, wo gerade gestorben wurde. Und gestorben wird immer. Manchmal spritzt dabei sogar das Blut. An den Leichenfundorten trifft er auf Angehörige und Menschen in emotionalen Ausnahmezuständen. Aber „Schotty“ ist diesen mitunter skurrilen Situationen gewachsen - oftmals mit einer gehörigen Portion Sarkasmus. Heiko Schotte ist der Protagonist der beliebten NDR-Serie „Der Tatortreiniger“.

Der Fernseh-Hit ist für den diesjährigen Grimme-Preis nominiert. Am 27. März werden die Gewinner der begehrten Auszeichnung bekannt gegeben. Sollte „der Tatortreiniger“ abräumen, ist es bereits der dritte Grimme-Preis für die Serie. 2013 hatten der Schauspieler und das Produktionsteam für die Folge „Schottys Kampf“, die im Neonazi-Milieu spielt, die Auszeichnung bekommen. 2012 gewann die Serie in der Kategorie Unterhaltung.

Verkörpert wird die Rolle des Tatortreinigers seit Beginn der Serie im Jahr 2011 von Schauspieler Bjarne Mädel, der auch schon in der Erfolgsserie „Stromberg“ Sympathien beim deutschen Fernseh-Publikum erlangte. Für seine Rollen hat sich Mädel mit dem echten Berliner Tatortreiniger Christian Heistermann ausgetauscht. Dabei wurde ihm bewusst, dass Tatortreiniger einen anstrengenden Job haben: Bei Weitem nicht nur, was die körperliche Arbeit angeht“, so Mädel. Auch die psychische Belastung sei erheblich. Mittlerweile gibt es von der Erfolgs-Serie vier Staffeln. Mädel mag seine Rolle, den „Schotty“, der sehr direkt und ehrlich sei und das Herz auf der Zunge trage. „Die Arbeit, die er macht, sieht er ja auch eher als soziale Arbeit an. Den Leuten eben in Zeiten der Trauer den Dreck wegzumachen ­ das gibt ihm das Gefühl, etwas Gutes für die Gesellschaft zu tun“, so der Schauspieler.

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