Tödliches Ende einer nächtlichen Diebestour

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23. Februar 2009, 02:22 Uhr

Karow | Offenbar wurde eine nächtliche Diebestour zwei Männern aus der Region Plau am See zum Verhängnis. Die beiden (21 und 40 Jahre alt) wurden am Sonnabend kurz vor 20 Uhr zwischen Karow und Alt Schwerin von einem Triebwagen der Ostdeutschen Eisenbahngesellschaft (ODEG) erfasst und getötet.

Planmäßig verlässt der aus Parchim kommende Zug mit der Fahrtnummer 80393 um 19.44 Uhr den Karower Bahnhof in Richtung Alt Schwerin. Auf diesem Abschnitt beschleunigen die gelb-grünen Triebwagen der ODEG auf bis zu 60 Stundenkilometer. Mit vier Fahrgästen an Bord bahnt sich der Zug seinen Weg durch den nasskalten Winterabend. Plötzlich sieht der Lokführer zwei Männer im dichten Schneetreiben auf den Gleisen, bremst seinen Zug sofort. Er kann den Zusammenprall aber nicht mehr verhindern. Beide Männer werden von dem Triebwagen erfasst, sterben noch am Unfallort.

Scheinbar hatten sie wegen des dichten Schneetreibens und der Dunkelheit den von hinten herannahenden Zug nicht bemerkt. Während der Triebfahrzeugführer einen Schock erlitt und nach Röbel in die Klinik eingeliefert werden musste, blieben die vier Fahrgäste unverletzt und wurden per Taxi weiter befördert.

Nach vorläufigen Erkenntnissen der Polizei sollen die beiden getöteten Männer, die aus der Region Plau stammen, in eine Straftat verwickelt gewesen sein und wollten scheinbar zu Fuß auf den Gleisen zu ihrem in der Nähe abgestellten Fahrzeug gelangen. Die weiteren Umstände des Geschehens werden derzeit allerdings noch von der Kriminalpolizei untersucht. Spuren im Schnee führten jedenfalls zum Verwaltungsgebäude des Naturparks Nossentiner/ Schwinzer Heide.

Die Bahnstrecke von Hagenow nach Neustrelitz war an der Unfallstelle für etwa dreieinhalb Stunden gesperrt. Die ODEG richtete in dieser Zeit zwischen den Stationen Malchow und Parchim einen Busnotverkehr ein.

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