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Videoaufnahme überführt Täter : Tödliche Schlägerei - Drei Festnahmen

vom

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erstellt am 03.Jun.2011 | 03:39 Uhr

Ein 45-jähriger Mann ist bei einer schweren Schlägerei zwischen zwei „Herrentagsgruppen“ auf einem S-Bahnhof in Rostock ums Leben gekommen.

Bereits kurz nach der Tat wurden am Donnerstagabend drei Verdächtigte festgenommen, wie der Leitende Oberstaatsanwalt in Rostock, Klaus Müller, am Freitag der Nachrichtenagentur dpa sagte.

Als die Prügelei eigentlich schon vorbei war, soll einer der alkoholisierten Männer dem 45-Jährigen von hinten noch einen Schlag versetzt haben, so dass dieser mit dem Kopf gegen einen S-Bahnwagen geschlagen sei. „Es war ein Streit zwischen zwei “Herrentagsgruppen„“, sagte Müller.

Die entscheidenden Hinweise kamen laut Polizei von den Aufzeichnungen der Videokameras an den Bahnsteigen der Station Rostock-Warnemünde und von Zeugen. „Die Schlägerei ist auf dem Video deutlich zu sehen“, sagte Müller. Der Anlass für den Streit sei nichtig gewesen: Die Gruppe des Opfers habe einen Bollerwagen gehabt, die andere Gruppe mit den Tatverdächtigen einen Einkaufswagen. Die Männer hätten darum gestritten, wer den schöneren Wagen hatte. Das Video dokumentiere auch, dass einer der Männer „besonders massiv gegen den Geschädigten vorgegangen sein“ soll.

Bei den Tatverdächtigen handele sich um Männer im Alter von 23, 24 und 29 Jahren, die sich in einem Laden in Warnemünde versteckt hätten und wenige Stunden nach dem Vorfall noch am Abend gefasst wurden.

Gegen den 24-jährigen mutmaßlichen Haupttäter ist am Freitag Haftbefehl wegen Totschlags erlassen worden. Gegen die beiden Begleiter des 24-Jährigen, einen 23 und einen 29 Jahre alten Mann, bestehe kein Tötungsverdacht. Sie sind mittlerweile wieder auf freien Fuß gesetzt wurden.

„Das dies auf dem Bahnhof stattfindet, war reiner Zufall“, erklärte der Oberstaatsanwalt. Die Gruppen hätten sich auch überall sonst streiten und schlagen können.
Das Opfer, das aus dem benachbarten Kreis Bad Doberan stammt, war von einem Notarzt zunächst wiederbelebt worden, später an den schweren Verletzungen auf dem Weg in eine Klinik aber gestorben. Weitere Erkenntnisse erhoffe man sich von der Obduktion des Toten, die für Montag geplant sei.


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