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Wahlbörse des medienhaus:nord : Tippspiel zur Bundestagswahl

vom
Aus der Onlineredaktion

Handeln Sie bei unserer Wahlbörse mit virtuellen Partei-Aktion und helfen Sie das Wahlergebnis am 24. September vorherzusagen

von
erstellt am 03.Aug.2017 | 05:00 Uhr

Am 24. September wählt Deutschland einen neuen Bundestag. Seit Monaten laufen Prognosen zum Wahlausgang. Doch die Erfahrung aus den vergangenen Landtagswahlen hat gezeigt, dass die klassische Meinungsumfragen zuletzt nicht sonderlich treffsicher waren. Wahlbörsen dagegen waren bisher ein recht präzises Instrument, um den Ausgang einer Wahl vorherzusagen. Wir möchten unseren Lesern diesen Service ebenfalls anbieten. Gemeinsam mit dem Institut Prognosys aus Handewitt laden wir Sie ein, an unserer Wahlbörse teilzunehmen und das Wahlergebnis zu tippen.

Was ist eine Wahlbörse?

Bei einer Wahlbörse wird mit virtuellen Partei-Aktien gehandelt. Das Planspiel ist ein relativ präzises Prognoseinstrument, um den Ausgang einer Wahl vorherzusagen.

Hier geht es zur Wahlbörse!

Wie funktioniert die Wahlbörse?

Eine Wahlbörse funktioniert wie eine richtige Börse. Anstatt realer Firmenanteile wird das Wahlergebnis gehandelt. Für jede Partei, die eine realistische Chance auf den Einzug in den Bundestag hat, gibt es virtuelle Aktien – also für CDU/CSU, SPD, Grüne, FDP, Linke und AfD. Der Rest wird unter Sonstige zusammengefasst.

Die Leitfrage ist: „Wie wird die Bundestagswahl ausgehen?“ Die Mitspieler versuchen ihre Überlegungen durch Käufe und Verkäufe von Parteiaktien an der Wahlbörse umzusetzen. Die eigene Wahlabsicht spielt keine Rolle.

Wie hoch ist der Spieleinsatz?

Wer mitspielen will, zahlt einmalig 10 Euro. Der Spieleinsatz wird im Verhältnis 1 Euro = 10  000 „ProCent“ in die virtuelle Wahlbörsenwährung umgerechnet und dem Depot des Teilnehmers gutgeschrieben. Jeder Spieler startet mit dem gleichen Kapital.

Da es sich um echtes Geld handelt, wird jeder Aktionär gewissenhaft versuchen, die Parteiaktien mit Gewinn zu handeln. Die Teilnehmer sind auch bestrebt, in der Renditerangliste möglichst weit oben zu stehen. Die Prognose aus der Einschätzung aller Teilnehmer ist damit geboren.

Wer darf mitspielen?

An der Wahlbörse kann sich jeder beteiligen, der mindestens 18 Jahre alt ist.

Wie sind die Regeln?

Teilnehmer können Gebote für den Kauf von Aktien abgeben und sie können Aktien, die sich in ihrem Besitz befinden, zum Verkauf anbieten. Von jeder Partei befinden sich gleich viele Aktien im Spiel.

Wer kaufen will, gibt einen Höchstpreis an, den er zu zahlen bereit ist. Wer verkauft, nennt einen Mindestpreis, den er haben will. Um den Teilnehmern die Abgabe marktgerechter Gebote und Angebote zu erleichtern, werden für jede Aktie neben dem Preis, zu welchem die letzte Transaktion stattgefunden hat, die drei besten Verkaufsangebote mit den niedrigsten Limits und die drei besten Kaufgebote mit den höchsten Limits angezeigt.

Eine Transaktion kommt zustande, wenn ein Kaufgebot auf ein Verkaufsangebot trifft und das Limit des Verkaufsangebots das des Kaufgebots nicht übersteigt, so dass sowohl den Vorstellungen des Käufers als auch denen des Verkäufers entsprochen werden kann.

Die Kurse werden alle fünf Minuten normiert und neu gestellt. Dabei gilt die Börsenregel: Ist die Nachfrage größer als das Angebot, steigt der Kurs, ist das Angebot größer als die Nachfrage, fällt der Aktienkurs. Das heißt: Wenn ein Spieler den Prozentwert einer Partei für überbewertet hält, verkauft er diese Papiere. Hält er eine Partei im Markt für zu tief bewertet, kauft er deren Aktien.

Täglich um 7 Uhr ist Handelsbeginn, die Wahlbörse schließt um 23 Uhr. Am Wahltag, dem 24. September, schließt sie um 12 Uhr.

Was ist der Unterschied zur klassischen Umfrage?

Bei einer klassischen Umfrage werden etwa 1000 zufällig ausgewählte Personen per Telefon oder im Internet nach ihren Parteipräferenzen befragt „Daher kann sie nur näherungsweise repräsentativ sein“, erklärt Walter Mohr von Prognosys. Die Ergebnisse dieser Stichprobe werden mit speziellen Techniken verfeinert und schließlich als Prognose veröffentlicht. Zudem werden Umfragen meist in größeren zeitlichen Abständen durchgeführt.

Im Unterschied dazu erfolgt die Kursbildung bei einer Wahlbörse alle fünf Minuten. Sie ist demnach aktueller und liefert ein fortlaufendes Stimmungsbild. Sie basiert außerdem nicht auf einer passiven Befragung, sondern die Wähler können sich aktiv beteiligen. Die Auswahl der Spieler muss dabei laut Mohr nicht repräsentativ sein. Schon etwa 100 Teilnehmer erzielten sehr gute Ergebnisse, die denen der Umfragen mindestens ebenbürtig sind.

Was passiert nach der Wahl ?

Jeder Euro, der eingezahlt wird, wird auch wieder an die Spieler ausgeschüttet. Nachdem das amtliche Endergebnis des Bundestagswahl feststeht, kauft die Bank automatisch alle entsprechenden Aktien zum geltenden Kurs zurück. Der Rückkaufwert jeder einzelnen Partei-Aktie (in ProCent) entspricht dem erreichten Wahlergebnis der betreffenden Partei in Prozentpunkten. Dann wird das Geld den Spielern zurück überwiesen. Börsianer, die erfolgreich gehandelt haben, machen Gewinn.

 

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