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24. November 2017 | 03:14 Uhr

Tipps für den Warnwestenkauf

vom

svz.de von
erstellt am 11.Apr.2013 | 07:34 Uhr

Beim Kauf einer Warnweste ist der Aufdruck der DIN-Norm kein verlässliches Zeichen für hohe Qualität. "Bei sehr, sehr vielen Warnwesten, die verkauft werden, ist die Strahlkraft nicht groß genug", sagt Welf Stankowitz vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) in Bonn. Bei einer für den Straßenverkehr geeigneten Warnweste genügt keine normale Reflexion, sie muss retroreflektierend sein. Ob das der Fall ist, lasse sich mit einer Taschenlampe testen. Fällt Licht auf einen retroreflektierenden Gegenstand, strahle es direkt zur Lichtquelle zurück, erklärt Stankowitz das Prinzip. Bei der normalen Reflexion strahlt das Licht nur dann direkt zur Lichtquelle zurück, wenn es exakt senkrecht auftrifft. Trifft es schräg auf, strahlt es in eine andere Richtung ab.

Bislang sind sie nur für Straßenarbeiter und in dienstlich genutzten Fahrzeugen vorgeschrieben. Private Autofahrer müssen sie bislang noch nicht dabei haben. Retroreflexion für Warnwesten ist in der Norm DIN EN 471 vorgeschrieben. Diese Norm sei auf fast alle Warnwesten aufgedruckt - zu oft aber auch auf die, die der Norm gar nicht entsprechen, kritisiert Stankowitz. Daher sei auch der Preis ein Zeichen für Qualität. "Bei einer Warnweste, die zwei, drei Euro kostet, muss man sehr skeptisch sein", sagt der Experte. Denn allein die Retroreflexstreifen kosteten etwa so viel. "Aber man muss auch nicht unbedingt 20 Euro ausgeben."

In vielen anderen europäischen Ländern gilt die Warnwestenpflicht bereits: In Belgien, Luxemburg, Frankreich, Österreich und Tschechien gelten laut ADAC Gesetze, die Privatpersonen vorschreiben, im Auto eine oder mehrere Warnwesten dabeizuhaben. Darüber hinaus gelte die Pflicht in Bulgarien, Italien, Kroatien, Norwegen, Serbien, der Slowakei, Slowenien, Spanien und Ungarn.

Die Bußgelder unterscheiden sich je nach Land teils erheblich: Erwischt die belgische Polizei einen Autofahrer ohne Warnweste im Wagen, kann das Bußgeld bis zu 1375 Euro hoch sein. In den meisten Ländern bleibt die Summe aber unter 100 Euro.

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