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13. Dezember 2017 | 04:15 Uhr

Tierfriedhof bekommt neuen Leiter

vom

svz.de von
erstellt am 23.Dez.2011 | 11:06 Uhr

Mit neuem Vorstand und neuem Grundstückseigentümer geht der Rostocker Tierfriedhof in das neue Jahr. Der 26-jährige Steuerberater Marcus Sentek aus Neubukow wird ab dem 1. Januar 2012 den Vorstandsvorsitz des Vereins Tierwelt Rostock übernehmen. Damit löst er den 67-jährigen Harry Krahn ab, der 21 Jahre lang dieser Tätigkeit nachging. Gleichzeitig hat Sentek das 6997 Quadratmeter große Friedhofsareal in Toitenwinkel gekauft, um es dem Verein zu einer niedrigen Pacht zu überlassen.

Seit längerer Zeit hat der Verein nach jungen Leuten Ausschau gehalten, die die Bewirtschaftung des Tierfriedhofes sowie die Betreuung der Tierhalter und die Beisetzungen übernehmen. "Der Verein braucht Mitglieder, die jung und körperlich fit sind", sagt Harry Krahn. Schließlich müssen Gräber ausgehoben und das Areal in Schuss gehalten werden. Aber auch in der Organisation und in der Zusammenarbeit mit Bestattungsunternehmen hat der Tierfriedhof Nachholbedarf. Und dafür sei der Steuerberater genau der Richtige, so Krahn. "Momentan befindet sich der Verein in einem gut organisierten Zustand, sodass wir den Vorstand ohne Bedenken an Marcus Sentek übergeben können", so Krahn.

Vollgelaufene Gräber erschweren Beisetzungen

Der neue Vorstandsvorsitzende will die langjährigen Mitglieder mit seinem Engagement jedoch nicht verschrecken: "Ich habe nicht vor, grundlegende Dinge zu verändern. Die Vorgänge bei Bestattungen sind schließlich fest eingefahren." Er will alles so weiter fortführen, wie es im Augenblick läuft. Dafür will Sentek in Zukunft die Zusammenarbeit mit den bisherigen Partnern vertiefen.

Rückblickend auf den vergangenen Sommer verzeichnet der Verein ein hartes Jahr. "Durch die feuchte Witterung war es außergewöhnlich anstrengend. Einige Bestattungen mussten wir sogar bei strömendem Regen abhalten", sagt Krahn. Probleme gab es auch bei der Aushebung der Gräber. Während der Regenfälle seien einige vollgelaufen. Nur durch einen provisorisch gelegten Wasserlauf zu einem naheliegenden Teich konnte die Überschwemmung gestoppt werden.

Abgesehen von den schlechten Witterungsbedingungen habe sich die Pflege auf dem Gelände allerdings sehr verbessert. Nachdem einige Halter mehrmals angemahnt wurden, die Grabstelle besser zu pflegen, sei nun das Ergebnis zu sehen, so Krahn. "Einige Nutzer haben sogar die fünfjährige Ruhezeit ihrer verstorbenen Lieblinge verlängert, weil sie sehr zufrieden mit der Sauberkeit auf dem Grundstück sind", so der 67-Jährige. Und damit es auch so bleibt, will der Verein künftig Bußgelder verhängen, wenn die Pflegeordnung der Grabstellen nicht eingehalten wird.

Damit auch das übrige Gelände in einem guten Zustand bleibt, startet der Verein jedes Jahr vier gemeinsame Arbeitseinsätze. Dabei wird der Rasen gemäht, der Abfall entsorgt, die Hecke sowie die Bäume zurückgeschnitten und die Wassertonnen entleert. Dazu gehören auch handwerkliche Arbeiten. So setzten die Vereinsmitglieder kürzlich zum Beispiel einen beschädigten Eckpfeiler instand.

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