Tests für Schwangere

23-40279651.jpg

von
12. September 2012, 01:54 Uhr

Toxoplasmose-Test
Für ihn wird Blut auf Antikörper gegen Parasiten untersucht, die hauptsächlich über den Kot von Katzen und Hamstern sowie rohes und schlecht gegartes Fleisch übertragen werden. Eine unbehandelte Toxoplasmose-Erkrankung könnte im schlimmsten Fall zu schweren geistigen Entwicklungsstörungen, Taubheit oder Blindheit führen. Der Test kostet ungefähr 25 Euro. Wer sich infiziert, kann mit Medikamenten behandelt werden.

Test auf Streptokokken B
Diese Bakterien kommen bei vielen Schwangeren in der Scheide vor. Meistens sind sie harmlos. Sie können sich im Zuge der Geburt aber auch im Fruchtwasser ansiedeln. Dann kann sich das Baby damit infizieren. Die Folgen können eine Lungenentzündung oder eine Sepsis sein. Außerdem können sich die Hirnhäute, das Knochenmark und die Gelenke entzünden. Die Bakterien werden über das Blut nachgewiesen. Der Test kostet ungefähr 30 Euro und wird nicht von den gesetzlichen Kassen bezahlt.

Test auf Ringelröteln
Ringelröteln sind eine Viruserkrankung. Sie kommt vor allem bei Kindern vor und ist leicht ansteckend. Normalerweise ist die Krankheit harmlos. Für Schwangere ist sie jedoch nicht ungefährlich, denn die Viren können bei Ungeborenen die Zahl der roten Blutkörperchen senken. Statistisch gesehen werden Ungeborene etwa in 30 Prozent der Fälle mit Ringelröteln angesteckt. „Dieser Test ist aus meiner Sicht vor allem für Frauen zu empfehlen, die viel Kontakt mit Kindern haben, Kindergärtnerinnen zum Beispiel, oder Mütter, die schon Kinder haben, die eine Kindereinrichtung besuchen“, sagt Prof. Marek Zygmunt, Direktor der Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Greifswald. Er kostet zwischen 15 und 30 Euro. Bestätigt sich der Verdacht, kontrolliert der Arzt regelmäßig über Ultraschall, ob das Baby sich angsteckt hat. Gegebenenfalls kommt es zu einer Bluttransfusion über die Nabelschnur.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen