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23. November 2017 | 01:19 Uhr

Technikum in alten Kasernen

vom

svz.de von
erstellt am 29.Apr.2013 | 09:44 Uhr

Wismar | Wo man heute Wissenswertes über die Elemente Wasser, Feuer, Erde, Luft erfährt, haben noch bis vor rund 20 Jahren sowjetische Soldaten gewohnt. Die Rede ist vom Phantechnikum in Wismar. Denn das neue Projekt des technischen Museums Mecklenburg-Vopommern ist in einer alten Kaserne untergebracht. "Von 1945 bis 1992 wurde das Gebäude als Unterkunft für die sowjetische Armee genutzt", weiß Stefanie Höter vom Phantechnikum.

Nach dem Abzug der Truppen aus Wismar 1992, stand das Gebäude mehr als 15 Jahre leer. Als Verantwortliche des technischen Museums MV nach neuen Räumlichkeiten suchten, wurden sie auf das alte Kasernengelände an der "Lübschen Burg" in Wismar aufmerksam. Das ca. 24 Hektar große Arsenal wurde zuletzt von der Roten Armee genutzt. Ab 2009 wurde eines der Kasernengebäude des ehemaligen Militärgeländes in das heutige Phantechnikum umgewandelt.

"Das waren alles kleine Buden", erinnert sich Stefanie Höter an die ehemalige Gebäudestruktur. Mit einer Summe von 8,5 Millionen Euro wurden über einen Zeitraum von drei Jahren umfassende Umbauarbeiten durchgeführt. "Das Gebäude wurde 1918 ganz schnell hochgezogen und hatte erhebliche Baumängel", berichtet Stefanie Höter aus der Geschichte der ehemaligen Kaserne. Das machte sich auch bei den Renovierungsarbeiten bemerkbar. Dementsprechend teuer und langwierig wären sie laut Höter gewesen.

Ab dem 1. Dezember letzten Jahres war es dann soweit: Das Phantechnikum an der Lübschen Burg wurde eröffnet. Aber nicht nur durch das Museum erhält das ehemalige Militärgelände eine andere Funktion. Ein anderer Kasernenteil wurde beispielsweise auch zu einem Pflegeheim umgebaut. Ein weiteres Wohnprojekt wirbt mit günstigen Wohnungen für Studenten an der Lübschen Burg. Bereits 2002 wurden Teile des Areals in die Landesgartenschau miteinbezogen.

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